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Liebesgerüchte in der Tessiner Regierung

Die linke Regierungsrätin Patrizia Pesenti und der rechte Marco Borradori sollen sich innig geküsst haben. Sie sagen, sie seien befreundet, aber kein Paar.

Gerüchte gab es offenbar schon länger. Doch nachdem mehrere Beobachter beim Filmfestival von Lugano gesehen hatten, wie sich die SP-Regierungsrätin Patrizia Pesenti und ihr konservativer Amtskollege Marco Borradori (Lega) innig küssten, wollten sich die Medien nicht mehr zurückhalten. Der «Corriere del Ticino» berichtete ausführlich, ebenso das Tessiner Fernsehen.

Am Wochenende bestritten die beiden 49-Jährigen gegenüber der Wochenzeitung «Il Caffè» jedoch eine Liebesaffäre. «Es gibt keine romantische Beziehung zwischen uns», sagten sie im gemeinsamen Interview. «Es war nur ein Kuss, ein Kuss an einem unbeschwerten Abend zwischen zwei uralten Freunden.» Sie hätten nichts zu verbergen, sagten beide. «Wir sind beide offene Personen, sowohl als Politiker als auch als Privatpersonen», beteuerten sie.

Tatsächlich kennen sich die beiden schon seit 30 Jahren _ sie studierten gemeinsam Jus in Zürich. Gleichzeitig sind beide aber auch eingefleischte Singles und, so betonten sie, trotz des gegenseitigen Respektes politische Gegner.

Beziehungen innerhalb der Tessiner Regierung sind ausdrücklich verboten

Pikant an der angeblichen Affäre ist, dass solche Beziehungen innerhalb der fünfköpfigen Regierung im Tessin ausdrücklich verboten sind. Dessen sind sich auch Pesenti und Borradori bewusst. «Aber ein Kuss ist keine Bedrohung für die Regierungsfähigkeit des Kantons», sagte Pesenti.

Ein gewisses Fragezeichen bleibt dennoch. Denn auf die Frage, was wohl wäre, wenn aus der langjährigen Freundschaft, die auch immer wieder zu gemeinsamen Mittagessen oder Filmabenden führte, mehr werden sollte, antworten beide: «Es macht keinen Sinn, schon jetzt über die Zukunft zu spekulieren.»

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