Zum Hauptinhalt springen

Monica Lierhaus: Staranwalt will Berichte über ihre Erkrankung verhindern

Der deutsche Prominenten-Anwalt Matthias Prinz verbietet den Medien Details über die Erkrankung der «Sportschau»-Moderatorin Monica Lierhaus zu recherchieren und zu berichten. Die «Bild-Zeitung» kümmerts nicht.

Die 38-Jährige moderiert seit fünf Jahren für die «ARD-Sportschau».
Die 38-Jährige moderiert seit fünf Jahren für die «ARD-Sportschau».
Keystone
Beliebt und bekannt: Monica Lierhaus an der Fussball-WM 2006 in Berlin mit den deutschen Nationalspielern Podolski (M.) und Schweinsteiger.
Beliebt und bekannt: Monica Lierhaus an der Fussball-WM 2006 in Berlin mit den deutschen Nationalspielern Podolski (M.) und Schweinsteiger.
Keystone
Die Moderatorin wurde neben der «Sportschau» bei Live-Übertragungen von Fussballspielen und von sportlichen Grossereignissen eingesetzt.
Die Moderatorin wurde neben der «Sportschau» bei Live-Übertragungen von Fussballspielen und von sportlichen Grossereignissen eingesetzt.
Keystone
1 / 6

Die Meldung der ARD am Mittwoch war kurz, klang aber sehr dramatisch. Die beliebte Moderatorin sei «ernsthaft erkrankt» und liege im «künstlichen Koma». Die Familie Lierhaus wusste nichts davon, dass der Arbeitgeber von sich aus an die Medien ging und wurde komplett überrumpelt.

Der Hintergrund: Die «Süddeutsche Zeitung» vermutet, dass die ARD der «Bild-Zeitung» zuvorkommen wollte, die am nächsten Tag eine umfangreiche Story über die Erkrankung der 38-jährigen «Sportschau»-Moderatorin brachte.

Fax aus Hamburg folgte eine Stunde später

Die Medien waren am Mittwoch jedenfalls aufgescheucht und starteten ihre Recherchen und verfassten erste Berichte. Eine Stunde nach der ARD-Meldung traf laut «Sueddeutsche.de» auf den Redaktionen aber ein Fax aus der Kanzlei des Hamburger Anwalts Matthias Prinz ein.

«Im Auftrag unserer Mandantin», so steht es in diesem Schreiben, sei «Recherche und Berichterstattung über die Erkrankung zu unterlassen». Dies gehöre zum «innersten Bereich der Privatsphäre».

Spekulationen über die Operation

Die meisten Medien stoppten denn auch ihre Recherchen. Die «Bild» jedoch nicht. Das Boulevardblatt schreibt auch heute Freitag noch «von minutenlangen Blutungen» bei einer Routine-Operation. Und: «Es sei knapp gewesen, sehr knapp.»

Ob die Angehörigen klagen, bleibe abzuwarten, so die «Süddeutsche».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch