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Papst spricht Mutter Teresa heilig

Die albanisch-mazedonische Ordensfrau, die sich um Bedürftige in Indien kümmerte, wird schon bald zur Heiligen erklärt. Der Schritt könnte alte Vorwürfe wieder beleben.

Beliebte Wohltäterin: Papst Johannes Paul der II. mit Mutter Theresa im indischen Kalkutta. (3. Februar 1986)
Beliebte Wohltäterin: Papst Johannes Paul der II. mit Mutter Theresa im indischen Kalkutta. (3. Februar 1986)
Jean-Claude Delmas, AFP

Die Ordensfrau Mutter Teresa wird heiliggesprochen. Papst Franziskus unterzeichnete heute ein Dekret über die Heiligsprechung und legte als Termin den 4. September fest, wie der Vatikan mitteilte.

2003 war Mutter Teresa vom damaligen Papst Johannes Paul II. bei einer Zeremonie in Rom vor 300'000 Gläubigen bereits seliggesprochen worden. Im Dezember hatte der Vatikan ein zweites der Ordensfrau zugeschriebenes Wunder anerkannt. Damit waren die Voraussetzungen für eine Heiligsprechung erfüllt.

Kritik an rigider Sexualmoral

Mutter Teresa wurde 1910 im heutigen Skopje geboren. Seit 1950 kämpfte sie gegen das Leid der Ärmsten der Armen im indischen Kolkata, wo sie den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe gründete. 1997 starb sie im Alter von 87 Jahren. Mutter Teresa erhielt 1979 den Friedensnobelpreis. Zeit ihres Lebens verteidigte sie die traditionellen Werte der katholischen Kirche.

Die Ordensfrau war aber auch nicht unumstritten. Ihr wurde etwa vorgeworfen, versucht zu haben, verletzlichen Menschen den Katholizismus aufzuzwingen und mit ihrer strikten Ablehnung von Empfängnisverhütung und Abtreibung zum Elend der Armen beigetragen zu haben.

AFP/rub

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