Zum Hauptinhalt springen

«Robin» wirft Polanski sexuellen Missbrauch vor

Eine Frau in Los Angeles behauptet, dass sich der Starregisseur 1973 an ihr verging.

Neue Beschuldigungen: «Robin» wirft Polanski sexuellen Missbrauch vor. (Video: Tamedia/AFP)

Neue Vorwürfe gegen Starregisseur Roman Polanski: Eine von ihrer Anwältin als «Robin» vorgestellte Frau sagte am Dienstag in Los Angeles, dass sie 1973 als 16-Jährige von Polanski sexuell missbraucht worden sei. Angaben zum angeblichen Übergriff machte sie nicht.

Der mutmassliche Vorfall sei inzwischen verjährt, daher sei auch keine Klage geplant, sagte die Anwältin der Frau bei einer Pressekonferenz. Das mutmassliche Opfer sei aber zu einer Aussage unter Eid vor Gericht bereit, sollte Polanski in Zusammenhang mit anderen Sex-Vorwürfen zur Rechenschaft gezogen werden.

Polanski hat einen Missbrauch zugegeben

«Ich bin nicht darüber hinweg», sagte die Frau vor Reportern. Sie wollte jetzt ihr Schweigen brechen, damit bekannt werde, dass es weitere minderjährige Opfer gebe. Seit 40 Jahren ist gegen den polnisch-französischen Filmemacher ein Verfahren anhängig, dessen Einstellung ein Gericht in Kalifornien kürzlich abgelehnt hatte.

Derzeit in der Schweiz: Roman Polanski besucht das Zurich Film Festival. (2. Oktober 2017)
Derzeit in der Schweiz: Roman Polanski besucht das Zurich Film Festival. (2. Oktober 2017)
Ennio Leanza, Keystone
Ihr Fall ist bereits verjährt: «Robin» (rechts) mit ihrer Anwältin in Los Angeles. (15. August 2017)
Ihr Fall ist bereits verjährt: «Robin» (rechts) mit ihrer Anwältin in Los Angeles. (15. August 2017)
Frederick M. Brown/Getty Images, AFP
Inzwischen ist er 80 Jahre alt: Der Filmemacher mit seiner Frau, der französischen Schauspielerin Emmanuelle Seigner, am 27. August 2013 in Paris.
Inzwischen ist er 80 Jahre alt: Der Filmemacher mit seiner Frau, der französischen Schauspielerin Emmanuelle Seigner, am 27. August 2013 in Paris.
Keystone
1 / 22

Polanski, der am Freitag 84 Jahre alt wird, hatte 1977 den Missbrauch der damals 13-jährigen Samantha Geimer zugegeben. Weil ihm ein schärferes Urteil drohte als im Rahmen eines Deals mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, floh er kurz vor der Urteilsverkündung nach Europa und kehrte seitdem nicht mehr in die USA zurück.

Verfahren noch nicht eingestellt

Das Verfahren gegen ihn wurde bis heute nicht eingestellt, trotz der ausdrücklichen Bitte des Missbrauchsopfers, den Fall nach 40 Jahren endlich ad acta zu legen.

Dass Geimer im Juni vor Gericht selbst um Einstellung des Verfahrens gebeten habe, habe sie «wütend gemacht», sagte nun Robin. Sie breche nun ihr Schweigen, «damit Samantha und die Welt wissen, dass sie nicht das einzige minderjährige Opfer von Roman Polanski» sei. Der Regisseur müsse für sein «kriminelles Verhalten gegenüber Samantha Geimer» zur Rechenschaft gezogen werden.

Polanskis Anwalt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch