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Ursula Andress in Bern geehrt – Polanski als Überraschungsgast

Bern zeigte sich für einmal von einer glamourösen Seite: Die Feier zu Ehren des ehemaligen Bond-Girls Ursula Andress sorgte im Zentrum Paul Klee für die grösste Promidichte in der Hauptstadt seit vielen Jahren.

Sie gehören zu den Stars des Abends: Regisseur Roman Polanski, Schauspielerin Ursula Andress und Moderatorin Michelle Hunziker (von links).
Sie gehören zu den Stars des Abends: Regisseur Roman Polanski, Schauspielerin Ursula Andress und Moderatorin Michelle Hunziker (von links).
Keystone
Regisseur Roman Polanski und seine Begleiterin Heidi Salvisberg.
Regisseur Roman Polanski und seine Begleiterin Heidi Salvisberg.
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Der Berner Regierungsrat Andreas Rickenbacher, Moderatorin Michelle Hunziker, Schauspielerin Ursula Andress und Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät (von links) posieren im Museum Paul Klee.
Der Berner Regierungsrat Andreas Rickenbacher, Moderatorin Michelle Hunziker, Schauspielerin Ursula Andress und Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät (von links) posieren im Museum Paul Klee.
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Eine Event- und eine Kommunikationsagentur aus Bern wollen der Bundesstadt wieder zu mehr Glamour verhelfen. Deshalb luden sie gestern Abend zur ersten «Gala de Berne». Mit dabei: Schauspielerin Ursula Andress und Filmregisseur Roman Polanski.

Zu Ehren der in Ostermundigen bei Bern geborenen Andress fand der Anlass im Berner Zentrum Paul Klee statt: Vor fünfzig Jahren entstieg sie im Film «Dr. No» als Muschelsammlerin Honey Ryder den Fluten des Meeres und entzückte mit ihrem knappen Bikini die Männerwelt.

Eine weitere schöne Frau war der andere Ehrengast der Gala: TV-Moderatorin Michelle Hunziker. Sie hat mit Andress gemein, dass sie auch einmal in Ostermundigen gelebt hat.

Bis zuletzt geheim blieb das Kommen des französisch-polnischen Filmregisseurs Polanski. Der Überraschungsgast der Gala betrat als letzter der 260 Gäste den roten Teppich im Berner Museum und wurde von Andress begrüsst wie von einer alten Bekannten. Daneben fand sich sofort Hunziker ein und strahlte in die Runde respektive die Kameras. Die 76-jährige Andress hatte zuvor routiniert vor der Wand mit den Sponsorenlogos posiert.

Andress hält sich nicht für gute Schauspielerin

Nach diesem Empfang wie bei einem Filmfestival folgte ein offizieller Teil mit Musik, Reden und Interviews, die der Schweizer TV-Moderator Kurt Aeschbacher führte. Andress gab in diesem Gespräch mit Aeschbacher an, sie sei nie davon ausgegangen, eine gute Schauspielerin zu sein.

Die Rolle im ersten Bond-Film überhaupt habe sie angenommen, weil es nicht viel zu sagen gegeben habe. Das Reden sei nicht so ihre Sache und sie habe stets Rollen gesucht, bei der sie das Innere nicht gegen aussen habe kehren müssen. «Ich habe nicht viel gemacht und viel bekommen»: So resümierte sie ihre Karriere.

Auch eine grüne Politikerin trat an der Gala auf: Die Vizepräsidentin des Nationalrats, Maya Graf. Andress verkörpere für sie Natürlichkeit, Eigenständigkeit und Stil, sagte die Sozialarbeiterin und Bäuerin aus Sissach BL.

Andress sei ja Kult, sagte Graf weiter – sie würde es begrüssen, wenn heutzutage natürliche Formen, wie sie Andress im Film von 1962 gezeigt habe, auch wieder Kult würden. «Da war nichts künstlich aufgepeppt.»

Der Anlass ging mit einem Bankett zu Ende. Es gab – auf Wunsch von Andress – Berner Platte. Nicht zu Wort meldete sich während des offiziellen Teils Polanski.

Fortsetzung ist offen

Organisiert wurde der Anlass von der Eventagentur Righetti & Partner und von der Kommunikationsagentur Furrer, Hugi & Partner. Sie arbeiteten mit einem Budget von 150'000 Franken – zur Hälfte aus eigenen Mitteln, zur Hälfte mit Geld von Sponsoren.

Ob es auch eine zweite und allenfalls weitere Gala de Berne geben werde, sei offen, liessen sie vor dem Anlass verlauten. Das hänge vom Erfolg der ersten Austragung ab.

Claudio Righetti und Lorenz Furrer liessen aber am Schluss der Gala durchblicken, dass sie zufrieden sind. Bei den Medien stiess der Anlass jedenfalls auf Interesse: Rund 60 Journalisten und Kameramänner aus dem In- und Ausland verfolgten ihn nach Angaben der Organisatoren.

(SDA)

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