Messerangreifer von Manchester ist wohl psychisch krank

In der Neujahrsnacht hat ein Mann drei Menschen angegriffen. Nun sind erste Details bekannt.

Ein Augenzeuge sagte, er habe einen «Furcht einflössenden Schrei» gehört: Sein Video zeigt, wie mehrere Beamte einen Mann am Boden fixieren. (31. Dezember 2018) Bild: Sam Clack/PA via AP

Ein Augenzeuge sagte, er habe einen «Furcht einflössenden Schrei» gehört: Sein Video zeigt, wie mehrere Beamte einen Mann am Boden fixieren. (31. Dezember 2018) Bild: Sam Clack/PA via AP

Nach der Messerattacke in Manchester mit drei Verletzten ist der Täter wegen Anzeichen einer psychischen Erkrankung in Gewahrsam genommen worden. Dies wurde nach einer medizinischen Untersuchung des 25-Jährigen angeordnet, wie die Polizei am späten Dienstagabend mitteilte. Die Ermittlungen wegen eines terroristischen Motivs der Attacke am Bahnhof Victoria laufen aber weiter.

Der Angreifer hatte am Montagabend an einem Tram-Bahnsteig mit einem grossen Küchenmesser auf seine Opfer eingestochen. Augenzeugen berichteten, der Angreifer habe «Allah» gerufen. Polizisten konnten ihn mithilfe von Pfefferspray und einem Elektroschocker rasch überwältigen. Eine Frau und ein Mann, beide zwischen 50 und 60 Jahre alt, erlitten Verletzungen im Unterleib und teils auch im Gesicht. Ein Polizist wurde wegen einer Stichwunde an der Schulter behandelt.

Offenbar somalische Wurzeln

Über die Nationalität des Mannes war offiziell zunächst nichts bekannt. Nachbarn zufolge hat der 25-Jährige somalische Wurzeln und ist vor 10 bis 15 Jahren aus den Niederlanden nach Grossbritannien gekommen, wie die Zeitung «The Telegraph» und andere britische Medien berichteten. Er soll vier Geschwister haben und mit seinen Eltern in einem Haus in Manchester wohnen, das die Polizei durchsuchte.

In der Nähe des Tatorts hatte sich auch das Bombenattentat vom 22. Mai 2017 ereignet. Damals zündete ein islamistischer Selbstmordattentäter eine selbstgebaute Bombe und riss 22 Besucher eines Popkonzerts in der Manchester Arena in den Tod. Hunderte wurden verletzt. Unter den Opfern waren viele Kinder und Jugendliche.

mch/sda

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