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Prozess bringt Pistorius in finanzielle Schwierigkeiten

Der wegen Mordes angeklagte südafrikanische Sprintstar will sein Haus verkaufen. Grund sind die horrenden Kosten für Anwälte und Gutachter.

«Wir werden die Wahrheit ans Licht bringen.» : Staatsanwalt Gerrie Nel. (7. August 2014)
«Wir werden die Wahrheit ans Licht bringen.» : Staatsanwalt Gerrie Nel. (7. August 2014)
Mujahid Safodien, AFP
Pistorius am Tag vor dem Schlussplädoyer des Staatsanwalts. (7. August 2014)
Pistorius am Tag vor dem Schlussplädoyer des Staatsanwalts. (7. August 2014)
Werner Beukes, AFP
Der Fall Pistorius erinnert an den Fall des früheren Football-Stars O. J. Simpson in den USA. Simpson wurde 1995 vom Vorwurf des Mordes an seiner Ex-Frau freigesprochen – bis heute glauben viele Amerikaner an ein Fehlurteil.
Der Fall Pistorius erinnert an den Fall des früheren Football-Stars O. J. Simpson in den USA. Simpson wurde 1995 vom Vorwurf des Mordes an seiner Ex-Frau freigesprochen – bis heute glauben viele Amerikaner an ein Fehlurteil.
Keystone
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Sein Mandant wolle von dem Erlös des Hausverkaufts die steigenden Kosten für das Verfahren abdecken, erklärte Pistorius' Anwalt Brian Webber heute. Der 27-Jährige reagiere damit auf die «unerwartete Verlängerung» des Prozesses, der nach Ablauf der ursprünglich angesetzten drei Wochen noch lange nicht beendet sein werde.

Berichten zufolge muss Pistorius für jeden Prozesstag 9000 Dollar aufbringen, um drei Anwälte sowie diverse Experten und Gutachter zu bezahlen.

Haus seit der Tat nicht mehr betreten

Das Anwesen liegt in einer gesicherten Wohnanlage am Rande der Hauptstadt Pretoria und soll etwa 330'000 Euro wert sein. Pistorius, der nach der Tat zu seinem Onkel zog, hat das Haus seitdem nicht mehr betreten.

Pistorius muss sich seit Anfang März vor Gericht verantworten. Der am Unterschenkel amputierte Sprintstar hatte seine Freundin in der Nacht zum Valentinstag vergangenen Jahres durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen. Er beteuert, Steenkamp für einen Einbrecher gehalten zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-Jährigen hingegen vor, Steenkamp nach einem Streit vorsätzlich getötet zu haben. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt.

AFP/ldc

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