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Schweizer Reisende wollen Nepal verlassen

Mehrere Zehntausend Touristen sind derzeit in Nepal – auch viele Schweizer. Bisher sind alle Kontaktierten trotz des schweren Erdbebens wohlauf, andere Schweizer konnten noch nicht erreicht werden.

Gestrandet: Reisende warten am Flughafen von Kathmandu, bis sich die Lage dort normalisiert. (26. April 2015)
Gestrandet: Reisende warten am Flughafen von Kathmandu, bis sich die Lage dort normalisiert. (26. April 2015)
Navesh Chitrakar, Reuters

Nepal zieht Reisende an – besonders während der Trekking- und Bergsteigsaison. Und die hat gerade erst begonnen. Mehrere Zehntausend Touristen sind derzeit im Land am Himalaja-Gebirge.

Auch bei Schweizer Reisenden ist Nepal beliebt. So geht das Eidgenössische Amt für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) von einer hohen Zahl Schweizer Touristen aus. Bei der Helpline des EDA hätten seit Samstag Dutzende besorgte Angehörige angerufen, sagte ein Sprecher. Die Hinweise würden jeweils an die Botschaft in Kathmandu weitergeleitet.

Dem EDA sind 124 Schweizer Bürgerinnen und Bürger in Nepal offiziell gemeldet. Über die tatsächliche Zahl der Schweizer, insbesondere der Reisenden in dem Land, hat die Behörde aber keinen Überblick. Bisher ist ausserdem unklar, ob es Schweizer Opfer durch das gestrige Erdbeben gibt.

Weg der Zerstörung: Nepalesen gehen an eingestürzten Gebäuden in Trishuli nördlich von Kathmandu vorbei. (4. Mai 2015)
Weg der Zerstörung: Nepalesen gehen an eingestürzten Gebäuden in Trishuli nördlich von Kathmandu vorbei. (4. Mai 2015)
Prakash Mathema, AFP
Einige Gebiete konnten die Rettungskräfte noch nicht erreichen: Zerstörtes Dorf im Bezirk Sindhupalchok, Nepal. (3. Mai 2015)
Einige Gebiete konnten die Rettungskräfte noch nicht erreichen: Zerstörtes Dorf im Bezirk Sindhupalchok, Nepal. (3. Mai 2015)
Reuters/Navesh Chitrakar
Das Epizentrum des Bebens lag 80 Kilometer nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt. (25. April 2015)
Das Epizentrum des Bebens lag 80 Kilometer nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt. (25. April 2015)
Navesh Chitrakar, Reuters
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Der Schweizer Reiseveranstalter «Globetrotter» berichtet von 64 Kunden, die derzeit in Nepal unterwegs sind. «Bisher konnten wir 42 Kunden kontaktieren», sagte Globetrotter-Chef André Lüthi in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens. Ihnen ginge es den Umständen entsprechend gut.

Sie seien nicht verletzt, aber durchaus von dem Erlebten «mitgenommen». Dabei handle es sich hauptsächlich um Kulturreisende, die in der Region Kathmandu unterwegs waren.

Schwer zu erreichen

Die anderen 22 Kunden befänden sich auf Trekkings. Man werde weiterhin versuchen, sie zu erreichen. Lüthi ist optimistisch, dass sie wohlauf sind. Denn sie befänden sich fernab des Epizentrums. Sie seien allerdings viel schwieriger zu kontaktieren. Zehn Schweizer seien ins benachbarten Bhutan geflogen worden.

Der Reiseanbieter «Himalaya Tours» hat vier Gruppen in Nepal. Sie konnten via Satellitentelefon erreicht werden. «Alle sind wohlauf und an sicheren Orten», sagt Geschäftsführer Thomas Zwahlen gegenüber der «SonntagsZeitung». Drei Touristen seien im Manaslu-Gebiet. «Wir werden sie mit dem Helikopter ausfliegen, sobald die nepalesischen Behörden grünes Licht für die Flüge geben», sagt Zwahlen.

Andere Schweizer Anbieter von Aktivferien meldeten auf ihren Webseiten, dass ihre Kundschaft in Nepal wohlauf und in Sicherheit sei.

Flughafen geschlossen

Die meisten Schweizer Reisenden wollen ausreisen. Das ist problematisch. Der Flughafen von Kathmandu musste heute erneut geschlossen werden. Ein schweres Nachbeben macht das Landen laut dem Fluginformationsdienst AirLive.net unmöglich.

(mit Material von sda)

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