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Schweizer sollen reichen Russen betrogen haben

Dmitri Rybolowlew kennt Fürst Albert II. und besitzt den AS Monaco: Drei Schweizer sollen ihn über den Tisch gezogen haben. Sie wurden festgenommen.

Mehr als Bekannte: Fürst Albert II. und der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew (re.).
Mehr als Bekannte: Fürst Albert II. und der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew (re.).
Keystone

Drei Schweizer sind in Monaco in Polizeigewahrsam genommen worden. Sie werden verdächtigt, an einem Betrugsfall im Kunstbereich beteiligt zu sein, wie die Staatsanwaltschaft von Monaco mitteilte. Opfer soll der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew sein.

Der Russe wohnt seit 2011 in dem Fürstentum und ist unter anderem Besitzer des Fussballclubs AS Monaco. Bei den drei Schweizern handelt es sich um einen Geschäftsmann aus Genf sowie um ein Paar mit Wohnsitz in Monaco. Der Geschäftsmann soll im Kunsthandel tätig und auf die Lagerung von Kunstwerken in Zollfreilagern spezialisiert sein.

Überhöhte Preise oder falsche Papiere

Laut Staatsanwaltschaft wird er verdächtigt, dutzende Bilder berühmter Maler wie Picasso, Modigliani, Gauguin, Degas oder Leonardo da Vinci an die Familie Rybolowlew zu möglicherweise überhöhten Preisen oder mit falschen Papieren verkauft zu haben.

Die Anwältin der Rybolowlews, Tetiana Bersheda, hob hervor, dass die Familie mehr als zehn Jahre lang mit dem Mann Geschäfte gemacht habe. Die Familie habe dann eine Information über einen möglichen Betrug und eine Manipulation der Preise am Kunstmarkt durch ihn und seine Komplizen bekommen.

Die beiden anderen Festgenommenen sollen die Mittelsmänner zwischen dem Geschäftsmann und dem Milliardär beim Verkauf von Gemälden gespielt haben, wie Staatsanwalt Jean-Pierre Dreno in Monaco sagte. Der gesamte Umfang des Betrugs und die Zahl möglicher weiterer Opfer war noch unklar.

SDA/spu

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