Zum Hauptinhalt springen

21 Tote in Demenz-Klinik – 81-Jähriger verhaftet

21 Menschen sterben durch einen Brand in einem Krankenhaus in Südkorea. Das Feuer soll ein an Demenz leidender 81-jähriger Patient gelegt haben.

Gibt Anweisungen: ein Feuerwehrmann im abgebrannten Altersheim. (28. Mai 2014)
Gibt Anweisungen: ein Feuerwehrmann im abgebrannten Altersheim. (28. Mai 2014)
Hyung Min-woo, Reuters
Das Feuer kam in der Nacht: Rettungskräfte behandeln Brandopfer vor dem Heim in Jangseong...
Das Feuer kam in der Nacht: Rettungskräfte behandeln Brandopfer vor dem Heim in Jangseong...
Keystone
Niederknien zur Entschuldigung: Beamte bitten um Verzeihung bei den Opferfamilien. (28. Mai 2014)
Niederknien zur Entschuldigung: Beamte bitten um Verzeihung bei den Opferfamilien. (28. Mai 2014)
Hyung Min-woo, Reuters
1 / 9

Ein demenzkranker Patient soll in einem südkoreanischen Krankenhaus einen Brand gelegt haben, bei dem 21 Menschen ums Leben gekommen sind. Sieben weitere wurden verletzt, wie die Polizei mitteilt. Der Vorfall ereignete sich im Südwesten des Landes im Bezirk Jangseong in einer Klinik, die sich auf die Behandlung älterer Patienten mit Demenz und Lähmungssymptomen spezialisiert hat. Ein 81-jähriger Patient wurde wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen.

Videoaufnahmen des Sicherheitsdiensts zeigen, wie er in den Raum gegangen sei, in dem der Brand zwei Minuten später ausgebrochen sei, teilte die Polizei mit. Der Verdächtige habe die Tat abgestritten. In dem Raum wurden jedoch laut Polizei die Reste eines Feuerzeugs entdeckt. Haare auf Armen und Händen des Verdächtigen seien teilweise verbrannt, obwohl er sein eigenes Zimmer vom Feuer nicht betroffen gewesen sei.

270 Feuerwehrleute im Einsatz

35 Menschen und eine diensthabende Krankenschwester hielten sich im zweiten Stock des Nebengebäudes der Klinik auf, als das Feuer ausbrach. Die Opfer seien an Rauchvergiftung gestorben, sagten Vertreter der Feuerwehr von Jangseong. Unter den Toten war demnach auch die Krankenschwester.

Berichte, nach denen einige der Opfer mit am Bett festgebundenen Händen vorgefunden worden seien, wies die Feuerwehr zurück. Der entsprechende Bericht der Nachrichtenagentur Yonhap sei fehlerhaft, hiess es.

Debatte über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen

Mehr als 270 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Nach etwa sechs Minuten brachten sie das Feuer unter Kontrolle. Im ersten Stock hielten sich Brandzeitpunkt 45 Menschen auf, die sich ins Freie retten konnten.

Medienberichten zufolge sind in solchen Krankenhäusern keine Sprinkleranlagen oder feuerfeste Rollläden vorgeschrieben. Derzeit gibt es in Südkorea eine Debatte über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, auch wegen des Fährunglücks vor einem Monat, bei dem mehr als 300 Menschen starben.

AP/ldc/chk/bru

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch