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37 Forscher haben wieder Boden unter den Füssen

Wissenschaftler sind zwei Tage lang im Packeis steckengeblieben. Nun hat ein australisches Schiff sie bergen können.

In Not: Die «Aurora Australis» sitzt zwei Tage lang mit Wissenschaftlern im Packeis der Antarktis fest. (25. Februar 2016)
In Not: Die «Aurora Australis» sitzt zwei Tage lang mit Wissenschaftlern im Packeis der Antarktis fest. (25. Februar 2016)
AFP
Ein Selfie eines Forschers zeigt die Momentaufnahme. Der australische Eisbrecher macht keinen Wank mehr.
Ein Selfie eines Forschers zeigt die Momentaufnahme. Der australische Eisbrecher macht keinen Wank mehr.
AFP
Eine Momentaufnahme vom 10. Januar dieses Jahres. Das Schiff ist noch nicht auf Grund gelaufen.
Eine Momentaufnahme vom 10. Januar dieses Jahres. Das Schiff ist noch nicht auf Grund gelaufen.
AFP
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Die «Aurora Australis» war am Mittwoch bei einer Versorgungsmission für die Mawson-Station in West Arm in Horseshoe Harbour auf Grund gelaufen. Die 68 Forscher und Besatzungsmitglieder an Bord konnten wegen eines Schneesturms zunächst nicht in Sicherheit gebracht werden. Am Schiffsrumpf wurde nach Angaben der AAD ein Riss festgestellt. Dieser gefährde jedoch nicht die Stabilität des Eisbrechers. Auch bestehe keine Gefahr, dass Treibstoff auslaufen könne.

Die 37 Forscher wurden am Freitag mit einem Schiff zur nahe gelegenen Forschungsstation Mawson gebracht, wie die australische Antarktis-Behörde AAD mitteilte. Die Crewmitglieder sollten zunächst an Bord bleiben und versuchen, den Eisbrecher wieder flott zu machen.

Wenn es der Besatzung gelingt, das Schiff wieder flott zu machen, soll die «Aurora Australis» an eine geschützte Stelle fahren, um den Schaden genauer zu untersuchen, wie die Reederei P&O Maritime Services mitteilte. Dies könne drei Tage dauern.

An dramatischer Rettungsaktion beteiligt

Die «Aurora Australis» war vor zwei Jahren an einer dramatischen Rettungsaktion für ein russisches Forschungsschiff beteiligt gewesen. Die «Akademik Schokalskij» war an Heiligabend 2013 mit 52 Wissenschaftlern, Touristen und Journalisten an Bord steckengeblieben. Diese wurden Anfang Januar 2014 von einem Helikopter des chinesischen Eisbrechers «Xue Long» («Schneedrache») zur «Aurora Australis» geflogen, die die Geretteten nach Tasmanien brachte.

Australien hat drei ständige Forschungsstationen in der Antarktis – Mawson, Davis und Casey – sowie eine weitere auf der Macquarieinsel. Wegen der Panne der «Aurora Australis» sitzen auf der Davis-Station bis zu 30 Menschen fest, die der Eisbrecher zurück nach Australien bringen sollte. Sie sollen nun von einem Flugzeug des US-Antaktisprogramms abgeholt und zunächst zur Casey-Station gebracht werden. Dort sollen sie dann von einem anderen Flugzeug abgeholt werden.

Die AAD hat auch andere Länder um Hilfe gebeten, um die auf Mawson festsitzenden Forscher zurück nach Australien zu bringen. Das chinesische Schiff «Xiao Long» könnte die Station innerhalb weniger Tage erreichen.

SDA/fal

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