79-Jähriger gesteht 93 Morde

Samuel Little wird von der US-Bundespolizei als schlimmster Serienmörder in der Geschichte des Landes bezeichnet.

Neue Geständnisse: Samuel Little (r.) bei einem Verhör im August im kalifornischen Staatsgefängnis. (Keystone/AP/Albert Cesare)

Neue Geständnisse: Samuel Little (r.) bei einem Verhör im August im kalifornischen Staatsgefängnis. (Keystone/AP/Albert Cesare)

Ein zunächst wegen dreifachen Mordes in Kalifornien verurteilter Mann hat im Zuge weiterer Ermittlungen bisher insgesamt 93 Morde gestanden. Damit sei der 79-jährige Samuel Little der schlimmste Serienmörder in der Geschichte der USA.

Das teilte die Bundespolizei FBI am Sonntag (Ortszeit) mit. 43 weitere Geständnisse stünden noch aus, hiess es in der Mitteilung weiter. Little hat demnach freiwillig detaillierte Informationen zu Mordfällen gemacht, die sich quer über die USA in den Jahren 1970 bis 2005 ereignet hatten.

Der Mann war dem FBI zufolge 2012 zunächst wegen Drogendelikten gefasst worden. Anhand von DNA-Spuren stellten Ermittler dann die Verbindung zu drei Mordfällen her: Die Frauen waren in den Jahren 1987 bis 1989 in der Gegend um Los Angeles erwürgt worden. 2014 wurde Little dafür zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt. Medienberichten zufolge handelt es sich bei seinen Dutzenden Opfern um Frauen.

Einige Leichen nie gefunden

Das FBI veröffentlichte auf seiner Website Zeichnungen Littles von seinen mutmasslichen Opfern sowie Video-Aufnahmen mit seinen Angaben zu noch unbekannten Morden. Einige Leichen seien nie gefunden worden, erklärte das FBI. In einigen anderen Fällen seien die Ermittler von natürlichen Todesursachen ausgegangen.

«Samuel Little hat lange Zeit geglaubt, er würde nicht gefasst, weil er davon ausging, dass sich niemand für die Opfer verantwortlich fühlte», erklärte die FBI-Kriminalistin Christie Palazzolo. Obwohl der 79-Jährige bereits im Gefängnis sitze, sei es wichtig, Little für alle Morde zur Verantwortung zu ziehen, fügte Palazzolo hinzu.

fal/sda

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