Diese Kunstschätze konnten gerettet werden

Die Notre-Dame beherbergt unersetzliche Artefakte. Bei vielen ist der Zustand noch unklar, andere befinden sich an einem sicheren Ort.

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Das französische Wahrzeichen, das jährlich Millionen Besucher anlockt, soll gerettet sein, so die neusten Meldungen. Mit der Kathedrale waren beim Brand vom Montagabend aber auch zahlreiche Schätze und Artefakte in Gefahr. Da sind die riesigen Rosenfenster, da sind zahlreiche Bilder und Statuen und da sind Relikte, die mit Jesus Christus in Verbindung gebracht werden: die Dornenkrone, die er auf dem Weg zu seiner Kreuzigung getragen haben soll, ein Teil des Kreuzes und ein Nagel davon.

In den Stunden während und nach dem Brand versuchten Feuerwehrleute, diese und andere kostbare Objekte in Sicherheit zu bringen. Nach dem Einsturz des Spitzturms jedoch wurden viele Personen aus dem Inneren der Kirche zurückgezogen. Dort soll dann ein Roboter zum Einsatz gekommen sein.

Soll sich in Sicherheit befinden: Jesus' Dornenkrone aus der Notre-Dame. Bild: Reuters

Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris, bestätigte in der Nacht, um etwa 1 Uhr morgens über Twitter, dass die meisten Schätze trotzdem in Sicherheit hätten gebracht werden können. Sie schreibt, dass die Dornenkrone und andere Werke an einem sicheren Ort seien. Auch die Tunika, die König Ludwig der 14. getragen haben soll, als er die Krone in die Kathedrale brachte, gehört dazu.

Die Apostel sind gerettet

Noch unklar ist hingegen, ob die Rosenfenster an den nördlichen, südlichen und westlichen Fassaden des Kirchenschiffs beschädigt wurden. Das Gleiche gilt für die Orgeln im Gebäude. Zwei gibt es davon in der Notre-Dame, jene der Westempore ist eine der grössten und bekanntesten der Welt und hat fast 8000 Pfeifen. Vor fünf Jahren wurde sie zum bisher letzten Mal fertig gereinigt und restauriert.

Geplante Renovationen retteten auch die Statuen der zwölf Apostel. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden sie noch am Donnerstag, also nur vier Tage vor dem Brand, vom Dach des Gebäudes entfernt, um gereinigt zu werden. Noch nicht bekannt ist, was mit den Wasserspeiern und Chimären, die über Paris blicken, geschehen ist.


Bildstrecke: Die Apostel werden von der Kathedrale geholt

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Diverse Statuen und Bilder befinden sich auch im Innern der Kathedrale. 37 von ihnen zeigen die Jungfrau Maria, links vom Hauptaltar steht mit «Die Jungfrau mit dem Kind» die wohl berühmteste. Zudem stehen im südlichen Seitenschiff Skulpturen, die neun Szenen der Auferstehung von Jesus zeigen. Gegenüber, im nördlichen Teil, wird so das Leben von Jesus von der Kindheit bis zum Tod dargestellt.

Diese Skulpturen sind aus Stein und befinden sich im Bereich der Kirche, in dem die Besucher eintreten. Über ihnen ragen der Nord- und der Südturm mit ihren Glocken, im südlichen hängt mit dem Grand Bourdon Emmanuel die bekannteste und mit 13 Tonnen Gewicht schwerste. Die beiden Türme trugen keinen Schaden davon.

mro

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