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Salo Muller, einst Masseur von Ajax Amsterdam, hat die holländische Bahn zu Entschädigungen aufgefordert – wegen ihrer Transporte in die KZ.

Jüdische Menschen im Sammellager von Westerbork. Von dort wurden die Eltern von Salo Muller mit der Bahn nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Foto: Spaarnestad Photo

Jüdische Menschen im Sammellager von Westerbork. Von dort wurden die Eltern von Salo Muller mit der Bahn nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Foto: Spaarnestad Photo

In «Shoah», Claude Lanzmanns epochaler Dokumentation über den Massenmord an den europäischen Juden, gibt es eine stumme Hauptrolle: die Bahn. Immer wieder sind in dem mehr als neunstündigen Werk Gleise zu sehen, hört man das Geräusch von Lokomotiven, fährt die Kamera langsam eine Strecke nach, an deren Ende das Eingangstor von Auschwitz-Birkenau wartet. Es ist keine neue Erkenntnis, dass der Holocaust ohne den Einsatz der Eisenbahn nicht möglich gewesen wäre.

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