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Air-Asia-Absturz: Erste Hinweise auf den Unfallverlauf

Ein indonesisches Marineschiff hat das verunglückte Flugzeug der Air Asia geortet. Berichte, wonach eine Leiche eine Schwimmweste getragen hatte, haben sich nicht bestätigt.

Nach Angaben der Ermittler führte ein technischer Fehler und ein Fehlentscheid des Piloten zum Absturz: Das Wrack der Air-Asia-Maschine wird geborgen. (11. Januar 2015)
Nach Angaben der Ermittler führte ein technischer Fehler und ein Fehlentscheid des Piloten zum Absturz: Das Wrack der Air-Asia-Maschine wird geborgen. (11. Januar 2015)
Achmad Ibrahim, Keystone
Leichen von Opfern des Air-Asia-Absturzes werden auf einem indonesischen Marineschiff in einen Helikopter verladen. (25. Januar 2015)
Leichen von Opfern des Air-Asia-Absturzes werden auf einem indonesischen Marineschiff in einen Helikopter verladen. (25. Januar 2015)
Keystone
Am Flughafen Changi in Singapur, wo die vermisste Maschine hätte ankommen sollen, wurden separate Zonen für Angehörige eingerichtet. (28. Dezember 2014)
Am Flughafen Changi in Singapur, wo die vermisste Maschine hätte ankommen sollen, wurden separate Zonen für Angehörige eingerichtet. (28. Dezember 2014)
Keystone
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Das Wrack der abgestürzten Air-Asia-Maschine ist nach Medienberichten gefunden worden. Die Besatzung eines indonesischen Marineschiffs soll Bilder gemacht haben, die das Wrack in etwa 24 bis 30 Metern Tiefe zeigen, berichtet das Nachrichtenportal Tempo.co.

Die Internetseite berief sich auf einen Matrosen an Bord eines anderen an der Suche beteiligten Marineschiffs. Der Fundort befindet sich demnach westlich von Kumai auf Borneo. In der selben Region waren auch die ersten Wrackteile und Opfer an der Wasseroberfläche gesichtet worden. Das Wrack liegt nach diesen Angaben mit dem Dach nach unten.

Wahrscheinlich erst beim Aufprall zerstört

Der Airbus A320 der Billigfluglinie war am Sonntag auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur vom Radar verschwunden. An Bord waren 162 Menschen, überwiegend Indonesier. Bis heute waren nach Angaben des Chefs der Rettungskräfte sieben Leichen geborgen worden, darunter eine Flugbegleiterin.

Meldungen, wonach eine der Leichen eine Schwimmweste getragen hatte, erwiesen sich als falsch. Die Leiche und die Schwimmweste wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters an unterschiedlichen Orten gefunden. Alle bisher gefundenen Leichen trugen aber Kleider. Das könnte zusammen mit den auf relativ engem Raum gefundenen Wrackteilen darauf hindeuten, dass das Flugzeug erst beim Aufprall auf das Wasser und nicht schon in der Luft auseinanderbrach. Das sagte Neil Hansford, ein ehemaliger Pilot und Chef der Beratungsfirma Strategic Aviation Solutions gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Toten und die Wrackteile sollen zunächst in den nächstgelegenen Küstenort gebracht werden. Das ist Pangkalan Bun auf der Insel Borneo. Dort standen Särge bereit, in denen die 162 Leichen zur Identifizierung an den Ausgangsflughafen Surabaya gebracht werden sollen. Das ist die zweitgrösste Stadt Indonesiens, nach Jakarta.

Schlechtes Wetter behindert Suche

Schlechtes Wetter behindert aber die Suche. Wind und starke Strömung machten den Tauchern zu schaffen. Mehrere Schiffe, Helikopter und Taucher stünden bereit, um weitere Tote und Wrackteile aus dem Wasser zu ziehen, hiess es weiter. Sie müssten aber auf eine Wetterbesserung warten.

Nach der Bergung der Opfer hat das Auffinden der Blackboxen höchste Priorität. Die Geräte zeichnen die Gespräche im Cockpit und technische Daten der Maschine auf. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss über die Unglücksursache. Der erfahrene Pilot hatte zwar eine Gewitterfront vor sich gemeldet. Das ist für Flugzeuge aber normalerweise kein Problem. Er setzte keinen Notruf ab.

SDA/rub

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