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Ophelia wütet in Irland – drei Todesopfer

Sturmböen von bis zu 150 Kilometern pro Stunde fegen über Irlands Küsten. Für das ganze Land wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen.

sep
Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 km/h: Wirbelsturm Ophelia legte grosse Teile Irlands lahm. Video: Tamedia/Storyful

Höchste Unwetterwarnstufe für Irland: Wirbelsturm Ophelia hat am Montag über der grünen Insel getobt und weite Teile des Landes lahmgelegt. In Teilen des Südens und des Westens der Insel wurde Alarmstufe Rot ausgerufen.

Das irische Bildungsministerium ordnete die Schliessung aller Schulen des Landes an. Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von 148 Kilometern pro Stunde, dazu kamen heftige Regenfälle und die Gefahr von Überschwemmungen.

Drei Personen kamen bei Unfällen im Zusammenhang mit dem Sturm ums Leben. Eine Frau und ein Mann starben, nachdem ein umstürzender Baum ihr Auto getroffen hatte. Ein Mann kam bei einem Unfall mit einer Motorsäge in Südirland um. Er hatte versucht, einen umgestürzten Baum zu beseitigen, wie die Polizei mitteilte.

Ophelia wütet in Irland: Der Sturm hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde die irische Küste erreicht
Ophelia wütet in Irland: Der Sturm hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde die irische Küste erreicht
Geoff Caddick, AFP
Stadion eingestürzt: Die Spielstätte des FC Cork City ist von Ophelia betroffen.
Stadion eingestürzt: Die Spielstätte des FC Cork City ist von Ophelia betroffen.
Twitter/Club84
In England gilt die Alarmstufe Gelb: Ein Leuchtturm in Cornwall in der Brandung.
In England gilt die Alarmstufe Gelb: Ein Leuchtturm in Cornwall in der Brandung.
Liam McBurney/AP, Keystone
Winde von bis zu 130 km/h werden erwartet: Dunkle Wolken hängen über der Bucht von Dublin. (16. Oktober 2017)
Winde von bis zu 130 km/h werden erwartet: Dunkle Wolken hängen über der Bucht von Dublin. (16. Oktober 2017)
Ben Stansall, AFP
Ein Mann trägt einen Sandsack, mit dem er sein Haus befestigen kann. (16. Oktober 2017)
Ein Mann trägt einen Sandsack, mit dem er sein Haus befestigen kann. (16. Oktober 2017)
Ben Stansall, AFP
Ein Mann nimmt bei Glenageary in der Region Dublin ein letztes Bad vor dem Eintreffen des Sturms Ophelia. (16. Oktober 2017)
Ein Mann nimmt bei Glenageary in der Region Dublin ein letztes Bad vor dem Eintreffen des Sturms Ophelia. (16. Oktober 2017)
Ben Stansall, AFP
Ein fliehender Vogelschwarm - Ein Zeichen nahender Gefahr?
Ein fliehender Vogelschwarm - Ein Zeichen nahender Gefahr?
Twitter
Irland muss sich auf starke Winde im ganzen Land einstellen: Grafik des US-Hurricane-Zentrums. Violet stärkste Winde, grün schwächste Winde. (15. Oktober 2017)
Irland muss sich auf starke Winde im ganzen Land einstellen: Grafik des US-Hurricane-Zentrums. Violet stärkste Winde, grün schwächste Winde. (15. Oktober 2017)
Keystone
Die voraussichtliche Route in einer Grafik des US-Huirrcane-Zentrums.
Die voraussichtliche Route in einer Grafik des US-Huirrcane-Zentrums.
Keystone
Der Wirbel des Sturms war am Abend des 15. Oktober nur noch schwach zu sehen, auf diesem grafisch bearbeiteten Bild in der Mitte oben.
Der Wirbel des Sturms war am Abend des 15. Oktober nur noch schwach zu sehen, auf diesem grafisch bearbeiteten Bild in der Mitte oben.
NOAA via AP, Keystone
Auf einem Satellitenbild ist um den Sturm Ophelia ein langes Wolkenband ersichtlich. (15. Oktober 2017)
Auf einem Satellitenbild ist um den Sturm Ophelia ein langes Wolkenband ersichtlich. (15. Oktober 2017)
NOAA via AP, Keystone
Irland hat sich vorbereitet: Surferin am Strand von County Clare. (16. Oktober 2017)
Irland hat sich vorbereitet: Surferin am Strand von County Clare. (16. Oktober 2017)
Aidan Crawley, Keystone
Die Europäische Raumfahrtagentur hat ihn aus dem All geknipst: Hurrikan Ophelia befand sich am Freitag über dem Nordatlantik südlich der portugiesischen Inselgruppe Azoren. (13. Oktober 2017)
Die Europäische Raumfahrtagentur hat ihn aus dem All geknipst: Hurrikan Ophelia befand sich am Freitag über dem Nordatlantik südlich der portugiesischen Inselgruppe Azoren. (13. Oktober 2017)
ESA, Keystone
Ophelia trifft am Montag auf Irland: In der Schweiz sorgt der Hurrikan aber für einen goldenen Oktober.
Ophelia trifft am Montag auf Irland: In der Schweiz sorgt der Hurrikan aber für einen goldenen Oktober.
NOAA
Ophelia ist eine Figur aus William Shakespeares Hamlet. Gemälde von John William Waterhouse aus dem Jahr 1894.
Ophelia ist eine Figur aus William Shakespeares Hamlet. Gemälde von John William Waterhouse aus dem Jahr 1894.
Wikimedia
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Ophelia, der stärkste jemals so weit im Osten des Atlantiks beobachtete Hurrikan, hatte sich vor seiner Ankunft auf Land zwar abgeschwächt. Er werde dann zu einem «post-tropischen» Sturm, aber immer noch mächtig bleiben, warnte das US-Hurrikanzentrum NHC.

Tausende ohne Strom

Einem Sprecher des Stromversorgers ESB zufolge waren landesweit rund 210'000 Haushalte ohne Strom – insbesondere in Cork, Limerick, Tipperary und Galway. Schulen und Behörden blieben geschlossen, Fährverbindungen wurden vorübergehend eingestellt, Gerichtsverhandlungen verschoben. Patienten wurden aufgefordert, Arzttermine zu verschieben.

Der Flughafen in Dublin teilte mit, rund 130 Flüge seien gestrichen worden. Der Flughafen von Cork im Südwesten annullierte ebenfalls zahlreiche Flüge. Teile der irischen Armee wurden in Bereitschaft versetzt. Irlands Ministerpräsident Leo Varadkar leitete eine Sitzung des nationalen Krisenstabs.

«Bleiben Sie drinnen, bis der Sturm vorbeigezogen ist», sagte Varadkar bei einer Medienkonferenz in Dublin. «Es ist ein sehr gefährlicher Sturm. Als es zuletzt so einen heftigen Sturm gab, verloren elf Menschen ihr Leben.»

Weiterzug nach Grossbritannien

Auch Teile Grossbritannien rechneten mit einem Sturm. Der britische Wetterdienst warnte vor umherfliegenden Trümmerteilen; in Küstennähe sei mit Stromausfällen und Überschwemmungen zu rechnen.

Im britischen Nordirland öffneten die Schulen am Montag nicht. Starke Winde wurden auch für den Norden und Westen Grossbritanniens vorausgesagt.

«Ophelia» weckt Erinnerungen an den «Great Storm» («Grosser Sturm»), der am 16. Oktober 1987 über Grossbritannien fegte. Beim Unwetter starben 18 Menschen.

Die Sturmsaison über dem Atlantik dauert noch bis Ende November. Drei schwere Hurrikane Harvey, Irma und Maria – verursachten zuletzt in der Karibik und an der US-Golfküste schwere Schäden, zahlreiche Menschen kamen ums Leben.

Auf Twitter kursieren derweil aktuelle Videos aus Irland.

(SDA)

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