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«Alle schrien: ‹Es brennt, es brennt!›»

Ein Knall um 2 Uhr morgens riss im aargauischen Rüfenach ein ganzes Quartier aus dem Schlaf. Ein 56-Jähriger kam ums Leben, im ganzen Viertel liegen Trümmerteile herum. Nachbarn erzählen vom Unglück.

Versucht, den Schaden zu begrenzen: Feuerwehr nach der Explosion in Rüfenach, bei der ein Mann starb.
Versucht, den Schaden zu begrenzen: Feuerwehr nach der Explosion in Rüfenach, bei der ein Mann starb.
Kantonspolizei Aargau
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Bei einer heftigen Explosion im mittleren Teil eines dreiteiligen Reihenhauses in Rüfenach AG ist in der Nacht auf Dienstag ein Bewohner ums Leben gekommen. Die Explosionsursache ist unklar. Die Wucht der Explosion schleuderte Trümmer bis zu 60 Meter weit weg.

Die Nachbarn in einem angrenzenden Teil des Reiheneinfamilienhauses konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte. Die Bewohner des Hauses auf der anderen Seite befinden sich in den Ferien.

Nachbarn in Rüfenach erzählen von der Explosion. Sie soll so stark gewesen sein, dass noch in 400 Metern ein Zittern zu spüren gewesen sei. Fabian Rohr, der Nachbar, wurde von der Explosion aus dem Schlaf gerissen. «Alle schrien: ‹Es brennt, es brennt!›», erinnert er sich.

Feuerwerk ist nicht die Ursache

Der 56-jährige Schweizer, der das Haus bewohnt hatte, galt zunächst als vermisst. Die Polizei konnte die männliche Leiche, die von der Feuerwehr aus dem Haus geborgen wurde, erst im Verlauf des Tages identifizieren.

Bei einer ersten Brandplatzuntersuchung stiessen die Ermittler auf mehrere Gasflaschen. Für die Polizei steht deshalb eine Gasexplosion im Vordergrund. Die genaue Brandursache steht jedoch noch nicht fest. Eine Vorsatzhandlung konnte am Dienstag noch nicht ausgeschlossen werden. 1.-August-Feuerwerk als Explosionsursache schliesst die Polizei aus.

Sachschaden über eine Million Franken

Nach einem lauten Knall kurz vor 2.15 Uhr zeigte sich in der Umgebung des Hauses ein Bild der Verwüstung. Im ganzen Quartier lagen Trümmerteile herum – einzelne Teile flogen bis zu 60 Meter weit vom Haus weg.

In der Nachbarschaft gingen bei insgesamt neun Häusern Fenster zu Bruch, wurden Fassaden beschädigt oder Ziegel abgedeckt. Der Sachschaden wird auf über eine Million Franken geschätzt.

Über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Geissberg und Baden bekämpften die Flammen während mehrerer Stunden. Der Mittelteil des dreiteiligen Reiheneinfamilienhauses musste wegen Einsturzgefahr abgesichert werden.

In den kommenden Tagen werde die Stabilität der zwei angrenzenden Häuser geprüft, sagte Roland Pfister, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei. Dann werde entschieden, ob die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren dürften.

SDA/miw

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