Zum Hauptinhalt springen

Alleine im Mittelland wurden bisher 35 Unfälle registriert

Ausgelöst durch den Schneefall ereigneten sich zahlreiche Unfälle. In den Mittelland-Kantonen ist das Verkehrschaos besonders ausgeprägt.

Unfall mit tödlichen Folgen: Rettungskräfte auf der A 9 zwischen Vevey und Chexbres VD. (2. Dezember 2012)
Unfall mit tödlichen Folgen: Rettungskräfte auf der A 9 zwischen Vevey und Chexbres VD. (2. Dezember 2012)
Keystone
1 / 1

Die Schweiz ist zum Winterbeginn zugeschneit worden. Auf den Strassen führte die weisse Pracht zu zahlreichen Unfällen. Einer endete tödlich. Der Autofahrer kam am Sonntag bei einem Auffahrunfall auf der A 9 zwischen Vevey und Chexbres im Kanton Waadt ums Leben. Ein anderer Lenker hatte auf der schneebedeckten Fahrbahn die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren und war auf dem Pannenstreifen zum Stehen gekommen. Eine Autofahrerin hielt an, um ihm zu helfen.

Ein dritter Autofahrer prallte dann auf die beiden Fahrzeuge. Der rund 30-jährige Italiener verlor dabei sein Leben. Im selben Bereich der A 9 kam es gemäss Angaben der Waadtländer Polizei zu jener Zeit zu acht weiteren Unfällen.

Viele Unfälle im Mittelland

Auch in anderen Kantonen konnte sich die Polizei nicht über zu wenig Arbeit beschweren. Im Aargau verunfallten am Sonntagmorgen zwei Autolenkerinnen unter Alkoholeinfluss. Zunächst verlor eine 23-Jährige kurz nach 9 Uhr zwischen Lieli und Oberwil die Kontrolle über ihr Fahrzeug und prallte gegen einen Baum. Ein Atemlufttest ergab, dass sie 1 Promille Alkohol im Blut hatte.

Nur eine halbe Stunde später fuhr eine 36-Jährige auf der A 1 gegen die Leitplanke. Sie war mit 1,3 Promille unterwegs. Beide Frauen blieben unverletzt. Die Aargauer Kantonspolizei registrierte am Sonntagmorgen 25 weitere Unfälle. Im Kanton Basel-Landschaft wurden neun Unfälle gezählt, im Kanton Solothurn etwa zehn. In den meisten Fällen handelte es sich um Selbstunfälle. Verletzt wurde niemand.

Zug erfasst Auto

In Hölstein im Kanton Basel-Landschaft wurden am Samstagabend vier Personen bei einer Frontalkollision zwischen zwei Autos verletzt. Ein 70-jähriger Lenker fiel in einen Sekundenschlaf, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte in ein korrekt entgegenkommendes Fahrzeug, wie die Polizei mitteilte.

Zu einer Kollision zwischen einem Zug und einem Personenwagen kam es in Gelfingen im Kanton Luzern. Eine 37-jährige Autofahrerin geriet auf der schneebedeckten Strasse in einer Kurve von der Strasse ab und kam auf dem Bahntrassee zum Stillstand. Die Frau entstieg dem Auto unverletzt. Es gelang ihr jedoch nicht mehr, den Bahnführer des herannahenden Zuges rechtzeitig auf das Auto aufmerksam zu machen. Trotz Vollbremsung fuhr der Zug in den Wagen.

Auch der öffentliche Verkehr wurde durch die Schneefälle teilweise beeinträchtigt. Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) mussten den Betrieb mehrerer Buslinien auf steilen Strecken einstellen. Auch in Bern und Luzern kam es zu kurzzeitigen Behinderungen im Nahverkehr.

Frostige Temperaturen

Pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn sind die Temperaturen in der Schweiz am Samstag deutlich gesunken. Am kältesten war es auf der Glattalp im Muotatal, wo das Thermometer unter minus 28 Grad sank.

Am Sonntag machte Schneefall bis in tiefe Lagen den Winteranfang perfekt. Entlang der Voralpen gab es fünf bis zehn Zentimeter Schnee, im Flachland etwa fünf Zentimeter. Am meisten Schnee fiel in den östlichen und zentralen Landesteilen, wie Alexander Giordano von Meteo Schweiz zur SDA sagte. Am Nachmittag hörte es in den meisten Regionen auf zu schneien.

Schneefälle fast die ganze Woche

Am Montag ist am Mittag mit neuen Schneefällen zu rechnen – sie beginnen in der Westschweiz und erfassen später weitere Teile des Landes. Auch in den Folgetagen ist immer wieder mit Schneefällen bis in die Niederungen zu rechnen, insbesondere am Mittwoch. Aufhellungen sind am Donnerstag zu erwarten.

Dieses Wochenende haben die tiefen Temperaturen und das sonnige Wetter jenen Schweizer Skigebieten, die am Samstag ihre Anlagen in Betrieb nahmen, einen Traumstart beschert. Allerdings ist vorerst nur in rund einem Fünftel der knapp 250 Schweizer Skigebiete Wintersport möglich. In den meisten Gebieten beginnt die Wintersaison 2012/2013 erst an den kommenden Wochenenden.

SDA/mrs/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch