Angeblich erfundene SRF-Mitarbeiterin ist kein Fake

Wenig gearbeitet, viel verdient – so das Statement einer ehemaligen SRF-Mitarbeiterin. Die Frau gebe es nicht, hiess es zuerst. Nun wird diese Behauptung zurückgezogen.

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Ein Facebook-Eintrag einer einstigen Angestellten sorgte für Aufregung bei SRF. Sie habe «sehr, sehr wenig gearbeitet» und gleichzeitig viel Geld verdient, schrieb die Frau im Hinblick auf die «No-Billag-Initiative». «Es schien allgemein wichtig zu sein, so zu tun, als ob man Stress hätte, und Kaffee-Pausen und Luxus-Events schienen ein zentraler Teil der Arbeit zu sein». Dafür wolle sie keine Steuern bezahlen.

SRF-Sportmoderator Stefan Hofmänner holte darauf zum Gegenschlag aus. Die Person, die sich als eine Ex-Angestellte ausgibt, habe nie bei SRF gearbeitet, schrieb er in seinem Facebook-Profil. Auch die Dinge, die sie in ihrem Post geschrieben hat, seien nicht wahr. Wer ihn gelesen hat, sei schamlos angelogen worden.

SRF-intern hiess es, die Personalabteilung habe bestätigt, dass die Frau tatsächlich nie bei SRF gearbeitet hat, wie «Watson» schreibt. Sie sei dann zur Rede gestellt worden, worauf sie ihren Facebook-Account gelöscht habe.

Entschuldigung und Richtigstellung

Einen Tag später aber erfuhr die Geschichte eine 180-Grad-Wendung: Die angeblich erfundene Mitarbeiterin existiert. Einige Mitarbeitende haben Vorwürfe erhoben, die nicht stimmen, bestätigt SRF-Sprecher Stefan Wyss gegenüber «Watson». Die Frau sei einige Zeit bei SRF tätig gewesen, man habe mittlerweile Kontakt mit ihr aufgenommen und sich bei ihr entschuldigt.

Auch Hofmänner zeigt Reue. Er habe die Herkunft der Frau zu wenig genau überprüft – ein schwerer Fehler, der einem routinierten Journalisten unter keinen Umständen unterlaufen dürfe. Seinen Facebook-Post habe er mittlerweile entfernt, um zu verhindern, dass die Falschinformation weitere Kreise zieht.


Video: Welche SRF-Sendung würden Sie vermissen?

Die Umfrage zu möglichen Auswirkungen der No-Billag-Initiative.

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