Anita Weyermann bangte bei Sense-Hochwasser um ihre Kinder

Am Montagabend musste die Rega vier kleine Kinder aus der reissenden Sense retten. Betroffen war die Familie von Ex-Leichtathletin Anita Weyermann.

Anita Weyermann und ihr Mann, Roland Salzmann, bei den Credit Suisse Sports Awards am 15. Dezember 2013 in Zürich. (Bild: Keystone/PHOTOPRESS/Alexandra Wey

Anita Weyermann und ihr Mann, Roland Salzmann, bei den Credit Suisse Sports Awards am 15. Dezember 2013 in Zürich. (Bild: Keystone/PHOTOPRESS/Alexandra Wey

Ein Vater und seine vier Kinder – Drillinge (4) und eine Tochter (6) – waren am Montagabend von der rasch ansteigenden Sense überrascht worden. Sie hatten sich gerade noch auf einen Felsen retten können. Wie der «Blick» nun berichtet, war es Anita Weyermanns Familie, der das Drama widerfuhr.

Der Mann der ehemaligen Mittel- und Langstreckenläuferin aus Bern, Roland Salzmann, war am Montag mit den vier Kindern im Sensegraben unterwegs, als gegen 16 Uhr ein Hagelgewitter aufzog und das Wasser rasch anstieg. Die fünf suchten unter einem grossen Stein Schutz, bis das Unwetter rund eine halbe Stunde später vorbeigezogen war.

Kinder zurückgelassen

Aufgrund der starken Strömung sei es zu riskant gewesen, die Kinder auf dem Arm über die Sense zu tragen, sagte Roland Salzmann zum «Blick». Das nasse Handy funktionierte nicht mehr – der Wasserpegel blieb hoch. Gegen 19.30 Uhr entschied der Vater, seine Kinder zurückzulassen und Hilfe zu holen. Bei einem Bauernhof konnte er die Polizei verständigen und sie zur Stelle bringen, wo seine Kinder wie mit ihm abgemacht nebeneinander sassen und warteten.

Anita Weyermann sah die Unwetterwarnungen für das Sensegebiet bei der Arbeit. Sie wusste, dass ihre Familie dort unterwegs war. Sie fuhr früher nach Hause und als sie Mann und Kinder dort nicht antraf und auch telefonisch nicht erreichen konnte, alarmierte sie die Polizei.

Am liebsten wäre sie selbst «losgsecklet», erzählte Weyermann. Schliesslich sei die Entwarnung gekommen: Ihre Familie sei gefunden worden. Zwei Nächte konnte Weyermann nicht schlafen. Es sei der Horror gewesen – sie wisse jetzt einmal mehr, dass ihre Familie das Wichtigste sei.

scl

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