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Anti-Nobelpreise für groteske Studien verliehen

Schimpansen erkennen sich gegenseitig am Hinterteil und der Eiffelturm wirkt kleiner, wenn man sich nach links lehnt: Die Uni Harvard hat die Köpfe hinter solchen und ähnlich unnötigen Studien ausgezeichnet.

Eine Erkenntnis, die die Welt nicht braucht: Ehemalige Nobelpreisträger stellen bei der Verleihung des Awards eine Studie zur Grösse des Eiffelturms nach. (20. September 2012)
Eine Erkenntnis, die die Welt nicht braucht: Ehemalige Nobelpreisträger stellen bei der Verleihung des Awards eine Studie zur Grösse des Eiffelturms nach. (20. September 2012)
Reuters

Wissenschaftler hinter Studien zu Gehirnaktivitäten toter Fische, dem Kräfteausgleich eines Pferdeschwanzes oder der Entwicklung einer «Anti-Quassel-Maschine» sind mit dem Anti-Nobelpreis Ig-Nobel geehrt worden. Bei der 22. Verleihung der Preise für groteske Forschungen an der US-Universität Harvard wurden am Donnerstag (Ortszeit) auch Wissenschaftler geehrt, die herausfanden, «dass der Eiffelturm kleiner wirkt, wenn man sich nach links lehnt».

Die Preise werden traditionell von echten Nobelpreisträgern für Studien überreicht, die unabsichtlich komisch sind.

Aus Munition werden Diamanten

Zu den weiteren Preisträgern zählt in diesem Jahr auch ein Team russischer, kanadischer und US-Wissenschaftler, die «die Dynamik des Schwappens von Flüssigkeiten» untersuchten – also «was passiert, wenn ein Mensch mit einem Kaffebecher in der Hand herumläuft». Der Anatomie-Preis ging an ein US-niederländisches Team, das herausfand, «dass Schimpansen andere Schimpansen individuell erkennen können, wenn sie Fotos von deren Hinterteil betrachten».

Auch Unternehmen und Regierungen können den Ig-Nobel erhalten. Eine russische Firma wurde in diesem Jahr dafür geehrt, «alte russische Munition in neue Diamanten verwandelt zu haben». Der US-Rechnungshof kann sich über den Literaturpreis freuen – «für einen Bericht über Berichte über Berichte, der die Vorbereitung eines Berichts über den Bericht über Berichte über Berichte empfiehlt».

AFP/fko

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