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Auch in Florida wird ein Polizist erschossen

Ein 45-jähriger Polizeibeamter und Vater von fünf Kindern kam bei einem Einsatz in Florida ums Leben.

Der Vorfall ereignete sich nahe der Stadt Tampa: Polizisten bei der Spurensicherung. (21. Dezember 2014)
Der Vorfall ereignete sich nahe der Stadt Tampa: Polizisten bei der Spurensicherung. (21. Dezember 2014)
Keystone

Im US-Staat Florida ist ein Polizist erschossen worden. Nach Behördenangaben ereignete sich der Zwischenfall am Sonntagmorgen in Tarpon Springs nahe der Stadt Tampa. Der 23 Jahre alte Schütze sei wegen Mordverdachts festgenommen worden, teilte der Bezirkssheriff Bob Gualtieri mit. Demnach gab es offenbar keine Verbindung zu den tödlichen Schüssen auf zwei New Yorker Streifenbeamte, die im Zusammenhang mit Protesten gegen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen standen.

Den Angaben zufolge ging der Beamte Charles Kondek in Tarpon Springs gegen 2 Uhr morgens in einer Wohnanlage einem Notruf wegen Lärmbelästigung nach. Der Angreifer Marco Antonio P. habe gegen die Türen geschlagen und das Feuer auf den Polizisten eröffnet.

Dann sei der Verdächtige in sein Auto gestiegen, habe den Beamten überfahren und sei dann mit einem Pfosten und einem anderen Wagen zusammengestossen, ehe er festgenommen wurde. Der 45-jährige Kondek war der Zeitung «Tampa Bay Times» zufolge Vater von fünf Kindern.

Am Samstag hatte ein Afroamerikaner in New York zwei Streifenbeamte gezielt mit Kopfschüssen getötet. Der mutmassliche Täter, der sich nach Polizeiangaben anschliessend selbst tötete, hatte im Internet sehr polizeikritische Kommentare veröffentlicht und nach AP-Informationen einen Zusammenhang zu dem umstrittenen Tod des Schwarzen Eric Garner hergestellt.

Der Fall Garner und der des schwarzen Teenagers Michael Brown im US-Staat Missouri hatten in den USA heftige Proteste ausgelöst. Brown war in Ferguson von einem weissen Polizisten erschossen worden, Garner in New York von einem ebenfalls weissen Polizisten in den Würgegriff genommen worden und gestorben. Beide waren unbewaffnet. In beiden Fällen wurden die beteiligten Polizisten nicht strafrechtlich verfolgt.

AP/chk

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