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Australien feiert getötete Geiseln als Helden

Beim Trauerdienst gedenkt Sydney den Opfern des Geiseldramas. Erzbischof Fisher würdigt die Opferbereitschaft der Getöteten.

Australiens Premierminister Tony Abbott legt am improvisierten Denkmal Blumen nieder. (16. Dezember 2014)
Australiens Premierminister Tony Abbott legt am improvisierten Denkmal Blumen nieder. (16. Dezember 2014)
David Gray, Reuters

Nach dem blutigen Ende des Geiseldramas in Sydney werden die beiden getöteten Geiseln in Australien als Helden gefeiert.

Der 34 Jahre alte Manager des Lindt-Cafés, Tori Johnson, und die 38 Jahre alte Rechtsanwältin und dreifache Mutter Katrina Dawson seien bereit gewesen, «ihr Leben zu geben, damit andere leben können», sagte Erzbischof Anthony Fisher am Dienstag. Das Herz Sydneys sei durch den Tod der beiden Unschuldigen gebrochen.

Fisher leitete am Dienstag einen Gedenkgottesdienst in der St.Mary-Kathedrale nur 500 Meter von dem Café im Zentrum Sydneys entfernt, in dem sich die Tragödie zugetragen hatte. Ein mutmasslicher Extremist hatte dort am Montag mehr als ein Dutzend Menschen für 16 Stunden als Geiseln festgehalten.

Johnson soll dann Medienberichten zufolge versucht haben, dem Geiselnehmer die Schusswaffe zu entwenden. «Sie ging dabei tragischerweise los und tötete Johnson. Aber sie löste auch die Polizeireaktion aus, und damit die Freiheit für die meisten Geiseln», sagte Bischof Fisher. Johnsons Eltern zeigten sich stolz auf ihren «wunderbaren Jungen» und riefen alle auf, für den Weltfrieden zu beten.

Dawson stellte sich bei dem Schusswechsel gemäss Medienberichten vor eine schwangere Freundin. Die Polizei bestätigte die Berichte zunächst nicht. Ermittler seien dabei, den Ablauf zu rekonstruieren, sagte die Vizepolizeichefin von New South Wales, Catherine Burn.

AFP/rsz

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