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Auto rast in Pizzeria bei Paris – ein Mädchen getötet

Im Département Seine-et-Marne östlich von Paris ist ein 31-jähriger Mann «vorsätzlich» in ein Restaurant gerast. Die Polizei geht nicht von einem Terrorakt aus.

Der Lenker soll absichtlich in die Pizzeria gefahren sein: Polizisten sperren eine Strasse 60 Kilometer östlich von Paris. (14. August 2017)
Der Lenker soll absichtlich in die Pizzeria gefahren sein: Polizisten sperren eine Strasse 60 Kilometer östlich von Paris. (14. August 2017)
Kamil Zihnioglu, Keystone
Es gebe Hinweise, dass der Mann unter dem Einfluss von Rauschgift stand: Der stellvertretende Staatsanwalt von Meaux, Eric de Valrog. (14. August 2017)
Es gebe Hinweise, dass der Mann unter dem Einfluss von Rauschgift stand: Der stellvertretende Staatsanwalt von Meaux, Eric de Valrog. (14. August 2017)
Thomas Samson, AFP
(14. August 2017)Police officers direct traffic on a road near the site where man smashed a car into a pizza restaurant in Sept-Sorts, 55km east of Paris, on August 14, 2017, killing a 13-year-old girl and seriously injuring four.Investigators said the young driver had tried to commit suicide and the incident was not terror-related. The man, who was arrested, said 'he had tried to kill himself yesterday (August 13) without success and decided to try again this way,' a source close to the inquiry said. / AFP PHOTO / Thomas Samson
(14. August 2017)Police officers direct traffic on a road near the site where man smashed a car into a pizza restaurant in Sept-Sorts, 55km east of Paris, on August 14, 2017, killing a 13-year-old girl and seriously injuring four.Investigators said the young driver had tried to commit suicide and the incident was not terror-related. The man, who was arrested, said 'he had tried to kill himself yesterday (August 13) without success and decided to try again this way,' a source close to the inquiry said. / AFP PHOTO / Thomas Samson
Thomas Samson, AFP
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Ein Mann hat in Frankreich ein Auto in eine Pizzeria gesteuert und dabei eine 12-Jährige getötet. 13 weitere Menschen wurden am Montagabend bei dem Vorfall im kleinen Ort Sept-Sorts etwa 60 Kilometer östlich von Paris verletzt. Ein Terrorakt wird nicht vermutet.

Die Polizei nahm den Fahrer fest. Erste Erkenntnisse deuteten nicht auf einen terroristischen Hintergrund hin. Die Behörden gehen aber davon aus, dass der 31 Jahre alte Mann absichtlich handelte.

Fünf Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten, sagte der stellvertretende Staatsanwalt von Meaux, Eric de Valroger. Ein dreijähriger Junge – der Bruder des getöteten Mädchens – schwebe in Lebensgefahr und sei per Helikopter in ein Spital gebracht worden. Zu diesem Zeitpunkt der Untersuchung gehe er nicht von einem terroristischen Motiv aus.

Die Ermittler müssten nun das Motiv klären, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet. Der Mann habe ausgesagt, vor Kurzem einen Suizidversuch gemacht zu haben. Dies sei eine Spur, der die Ermittler nachgingen, so Brandet im Sender Franceinfo. Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu zunächst nicht äussern.

Hinweise auf Drogeneinfluss

Es gebe Hinweise, dass der Mann unter dem Einfluss von Rauschgift stand, sagte De Valroger. Dies müsse aber noch bestätigt werden. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung mit Waffe ein. Es sei kein Zweifel daran möglich, dass der Mann sich absichtlich dazu entschieden habe, so De Valroger.

Das Auto sei durch die Terrasse der Pizzeria gefahren, sagte eine Zeugin dem Sender RMC. Die Zeitung «Le Parisien» berichtete, dass der Wagen dann die Glasscheibe des Restaurants durchbrach. «Die Hälfte des Autos ist ins Restaurant eingedrungen und hat alle Kunden und Mitarbeiter überfahren, die sich in seinem Weg befanden», sagte ein Gendarm dem Blatt.

Der Mann sei Justiz, Polizei und Geheimdiensten nicht bekannt gewesen, so der Sprecher des Innenministeriums im Sender BFMTV. Er habe sich ohne Schwierigkeiten festnehmen lassen.

Angespannte Lage

Das Drama ereignete sich vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage: In Frankreich gilt nach zahlreichen Anschlägen der Ausnahmezustand.

Vergangene Woche war in einem Pariser Vorort ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe Soldaten gerast. In diesem Fall ermitteln anders als bei dem jetzigen Vorfall Anti-Terror-Ermittler – die genauen Hintergründe sind aber noch nicht geklärt. Der Fahrer war wenige Stunden nach der Tat auf einer Autobahn gestoppt und dabei verletzt worden.

(SDA)

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