Zum Hauptinhalt springen

Baby im Kantonsspital Zug abgegeben

Eine unbekannte Frau hat am letzten Samstag ein neugeborenes Mädchen in der Notaufnahme des Kantonsspitals Zug in Baar abgegeben. Es lebt vorübergehend in einer Pflegefamilie.

Die Frau habe sich als Kollegin der Mutter ausgegeben und das Kind in der Notaufnahme abgeliefert, sagte der Baarer Gemeindepräsident Andreas Hotz. Er bestätigte einen Bericht der «Neuen Zuger Zeitung» von heute, wonach das Kind gesund ist und bereits einen Vor- und Nachnamen erhalten hat.

Ob es sich bei der Frau tatsächlich um eine Freundin gehandelt habe, könne man nicht sagen. «Wir sind auf alle Fälle froh, dass sich die Mutter in ihrer Notlage dazu entschlossen hat, das Kind in professionelle Hände zu geben», sagte Hotz.

Hoffen, dass sich die Mutter meldet

Die Übergangsfamilie, in der das Mädchen vorerst untergebracht ist, wohnt ausserhalb des Kantons Zug und hat schon mehrfach Findelkinder betreut. Das Kind ist laut Hotz somit in bester Obhut. Ein Vormund übernimmt zudem die Pflichten, die sonst von den Eltern erfüllt würden.

«Wir hoffen sehr, dass sich die Mutter so schnell wie möglich meldet. Wir würden ihr gerne helfen», sagt Hotz. Oberstes Ziel sei es, Mutter und Kind wieder zusammenzubringen. Bis jetzt habe man allerdings nichts gehört.

Sollten sich Mutter oder Vater zu einem späteren Zeitpunkt melden, könnten sie das Kind immer noch zurückfordern. Voraussetzung ist allerdings, dass das Mädchen bis dann nicht adoptiert und die Mutter- oder Vaterschaft zweifelsfrei festgestellt wurde.

SDA/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch