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Deutschland geht gezielt gegen Schweizer Raser vor

Auf der auch bei Schweizer Rasern beliebten Autobahn A81 gilt neu ein Tempolimit. Dazu startet ein Bundesland eine speziell auf Schweizer gemünzte Informationskampagne.

Fertig gerast: Die Autobahn A81 bei Herrenberg, noch ohne Tempolimit. (19. Oktober 2017)
Fertig gerast: Die Autobahn A81 bei Herrenberg, noch ohne Tempolimit. (19. Oktober 2017)
Sebastian Gollnow, Keystone

Auf dem Autobahnabschnitt zwischen Singen und Stuttgart ist es in der Vergangenheit immer wieder zu illegalen Autorennen gekommen, an denen auffallend oft auch Schweizer beteiligt waren. Damit soll nun Schluss sein. Nach zähem Ringen einigten sich Grüne und CDU in Baden-Württemberg am Montagabend auf einen Kompromiss.

Demnach soll künftig auf einem rund 18 Kilometer langen Teilstück zwischen Engen und Geisingen eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 130 Stundenkilometern gelten. Ursprünglich wollte das Verkehrsministerium in Freiburg sogar eine Strecke von 42 Kilometern mit einem Tempolimit von 120 km/h belegen.

Vorbote für generelles Tempolimit?

Parallel zum Tempolimit ist eine Informationskampagne geplant, die insbesondere die für die Rennen bekannten Schweizer Raser auf die neue Gesetzeslage aufmerksam machen soll, wie der CDU-Verkehrspolitiker Thomas Dörflinger erklärte. Zudem soll die Polizei auf dem Abschnitt weiter «mit hohem Kontrolldruck» gegen Raserei vorgehen.

Nach der Einigung ist in den Kommentarspalten süddeutscher Medien ein heftiger Schlagabtausch entbrannt. Viele Autofahrer sehen sich wegen ein paar unbelehrbaren Schweizern um ihren Fahrspass gebracht.

Andere fordern schärfere Strafen oder sehen in der Massnahme den Vorboten für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen. Auch die FDP im baden-württembergischen Landtag sprach von einer «sinnfreien Verbotskeule».

SDA/sep

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