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Befinden sich die Leichen noch auf dem Schiff?

Für die Bergung des verunfallten Rhein-Tankers wurden schon 1300 Tonnen Säure abgelassen. Von den zwei Leichen fehlt noch immer jede Spur.

Die Säure soll keine Gefahr für das Öko-System darstellen: Bergungsarbeiten am Dienstag.
Die Säure soll keine Gefahr für das Öko-System darstellen: Bergungsarbeiten am Dienstag.
Keystone
Der Flussweg ist noch immer versperrt: Die beiden Bergungsschiffe «Grizzly» (links) und «Atlas» (rechts) bei den Bergungsarbeiten am 20. Januar.
Der Flussweg ist noch immer versperrt: Die beiden Bergungsschiffe «Grizzly» (links) und «Atlas» (rechts) bei den Bergungsarbeiten am 20. Januar.
Keystone
Ob Schwefelsäure austrat, ist zurzeit noch unklar: Loreley bei St. Goarshausen, aufgenommen am 1. Februar 2001.
Ob Schwefelsäure austrat, ist zurzeit noch unklar: Loreley bei St. Goarshausen, aufgenommen am 1. Februar 2001.
Keystone
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Aus dem havarierten Chemietankschiff «Waldhof» sind bislang rund 1300 Tonnen Schwefelsäure in den Rhein geflossen. Etwa 400 Tonnen Säure seien am Montag über fünf Stunden hinweg kontrolliert in den Fluss geleitet worden, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung am Dienstag auf DAPD-Anfrage.

Die Bergungsexperten hatten sich dazu entschlossen, weil das Schiff auseinanderzubrechen droht. Hinzu kommen etwa 900 Tonnen Säure, die im Laufe der vergangenen drei Wochen nach und nach aus dem Tanker ausgetreten waren. Damit ist bereits mehr als die Hälfte der ursprünglich von dem Tanker geladenen 2400 Tonnen Schwefelsäure im Rhein gelandet.

Keine Gefahr für das Öko-System

Auch am Dienstag sollte das kontrollierte Ablassen der Säure in den Rhein fortgesetzt werden. Für das Ökosystems des Flusses bestehe aber keine Gefahr, betonte die Einsatzleitung. Ständig durchgeführte Messungen belegten dies.

Neben dem Ablassen in den Fluss sollte ein anderer Teil der Säure am Dienstag auf ein bereitstehendes Tankschiff gepumpt und zur Entsorgung nach Ludwigshafen gebracht werden, wie dies auch schon am Wochenende geschehen war.

Das Abpumpen gestaltet sich allerdings schwierig und zeitaufwendig, da die Säure vorher verquirlt werden muss, um ihre Konzentration zu vereinheitlichen.

Keine Durchsuchung möglich

Auf dem Schiff befinden sich möglicherweise auch die Leichen von zwei noch vermissten Besatzungsmitgliedern. Die unter Wasser stehenden und völlig zerstörten Wohnbereiche des auf der Seite liegenden Tankerwracks konnten bislang noch nicht gründlich durchsucht werden.

SDA/mrs

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