Zum Hauptinhalt springen

Betrüger nützen die Finanzkrise aus

Kriminelle rufen bei Bankkunden an und fordern sie auf, sofort ihr Geld abzuheben. Danach erhalten die Opfer überraschenden Besuch von angeblichen Handwerkern.

Nach Beobachtung der deutschen Opferschutzorganisation Weisser Ring mehren sich Fälle, ihn denen angebliche Bankangestellte anrufen und behaupten, die Banken stünden kurz vor dem Aus. Die Leute sollten deshalb sofort ihr Geld vom Konto holen. Kaum sei das Opfer von der Bank zurück, melde sich ein angeblicher Handwerker, Techniker oder ähnliches und versuche, unter einem Vorwand in die Wohnung zu gelangen, um das Geld zu stehlen.

Der Trick sei an sich nicht neu, sagte Weisser-Ring-Sprecher Veit Schiemann. «Früher reagierten aber die Leute nicht so schnell, weil in Deutschland seit 40 Jahren keine Bank mehr Pleite gegangen ist.» Zwar könne man nicht von einer breiten Welle sprechen, die Organisation stelle in ihrer Opferarbeit aber vermehrt solche Fälle fest, erklärte Schiemann.

Der Weisse Ring warnt vor dieser aktuellen Variante des Trickbetrugs. «Glauben Sie dem Anrufer nicht», sagte der Sprecher. Derartige Warnanrufe würden in Wirklichkeit nicht getätigt. Generell solle man zudem nur Handwerker in die Wohnung lassen, die man selbst bestellt habe oder die sich ausweisen könnten. Im Zweifel sollte man beim Vermieter oder bei der Hausverwaltung nachfragen.

AP/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch