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Big Ben soll mehrere Monate lang verstummen

Seit dem Bau des Wahrzeichens von London vor über 157 Jahren ist die zweitgrösste Uhr der Welt fast ununterbrochen im Einsatz. Jetzt muss sie dringend restauriert werden.

Bald eingerüstet: Der Elizabeth Tower sei nicht instabil, «aber wenn wir nichts tun, wird es sehr viel schlimmer werden», so der Turmhüter (Archivbild).
Bald eingerüstet: Der Elizabeth Tower sei nicht instabil, «aber wenn wir nichts tun, wird es sehr viel schlimmer werden», so der Turmhüter (Archivbild).
Keystone

Der Big Ben in London wird mehrere Monate lang verstummen. Ab Januar 2017 werde der Uhrturm am Parlament für 29 Millionen Pfund (37 Millionen Euro) restauriert, sagte dessen Hüter Steve Jaggs der Nachrichtenagentur AP. «Der Turm ist nicht instabil. Aber wenn wir nichts tun, wird es sehr viel schlimmer werden.»

Während der für drei Jahre veranschlagten Restaurierung sollen unter anderem Rostschäden am Dach und Wasserschäden am Mauerwerk des 160 Jahre alten Gebäudes repariert werden, sagte Jaggs.

Die riesige Uhr soll in dieser Zeit mehrere Monate lang gestoppt werden, damit die Uhrmacher des Parlaments auch an dem vier Meter langen Pendel arbeiten und die Uhrzeiger entfernen können. Die 13,5 Tonnen schwere Glocke wird in einer weiteren Phase der Bauarbeiten, in der sie gereinigt und auf Risse geprüft wird, ebenfalls nicht schlagen.

Glockenschlag täglich live im Radio

Big Ben ist eigentlich der Name der grössten der fünf Glocken, umgangssprachlich wird aber auch der offiziell unter dem Namen Elizabeth Tower geführte Turm als Big Ben bezeichnet. Die vier kleineren Glocken schlagen zu den Viertelstunden, während der Big Ben zur vollen Stunde zu hören ist.

Der Glockenschlag des Big Ben wurde bereits in Kriegszeiten in Nachrichtensendungen der britischen BBC abgespielt und ist noch heute durch ein Mikrofon im Glockenturm täglich live im Radio zu hören. Jaggs sagte, dass die Glocken auch während der Reparaturarbeiten das neue Jahr einläuten würden.

LED-Leuchten statt Glühbirnen

Die Restaurierung soll auch für eine Reihe von Neuerungen genutzt werden. So werden die 28 Glühbirnen hinter jedem der vier Uhrblätter durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt, die für spezielle Feiern auch die Farbe wechseln können. Ausserdem gibt es Pläne, einen Fahrstuhl in einen Belüftungsschacht einzubauen. Bisher ist eine Wendeltreppe mit 334 Stufen der einzige Weg in den Glockenturm.

Auch im Rest des Parlamentsgebäudes aus dem 19. Jahrhundert sind umfassende Reparaturen nötig. Laut einem Bericht aus dem vergangenen Jahr könnte das bis zu sieben Milliarden Pfund (neun Milliarden Euro) kosten. Die Abgeordneten müssten dann für sechs Jahre aus dem Gebäude ausziehen.

SDA/kko

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