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Bündner Polizei zeigt Pilot von SRF an

Luftraumsperre durchbrochen: Ein Helipilot, der Nahaufnahmen des Zugunglücks der Rhätischen Bahn ermöglichen wollte, wird von der Bündner Kantonspolizei angezeigt.

Wurde den Hang hinauf gezogen: Der abgestürzte Waggon an der Strecke St. Moritz–Chur. (15. August 2014)
Wurde den Hang hinauf gezogen: Der abgestürzte Waggon an der Strecke St. Moritz–Chur. (15. August 2014)
Die Bergung ist spektakulär: Journalisten vor Ort. (14. August 2014)
Die Bergung ist spektakulär: Journalisten vor Ort. (14. August 2014)
Ruedi Baumann
Die Strecke zwischen den zwei Tunneln unterhalb der Kirche Mistail. (Archivbild)
Die Strecke zwischen den zwei Tunneln unterhalb der Kirche Mistail. (Archivbild)
Screenshot/Google Street View
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Die Bündner Kantonspolizei will den Piloten eines Helikopters mit einer Filmequipe des Schweizer Radios und Fernsehens SRF an Bord beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) anzeigen. Dem Piloten wird vorgeworfen, beim Zugunglück der Rhätischen Bahn am letzten Mittwoch bei Tiefencastel GR die Luftraumsperre verletzt zu haben.

Die Luftraumsperre bei Tiefencastel war nach dem Zugunglück vom Einsatzkoordinator der Bündner Kantonspolizei erlassen worden, wie Polizeisprecherin Anita Senti am Montag zu Medienberichten sagte. Solche Sperren werden verhängt, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. Die Anzeige wird laut Senti im Verlaufe dieser Woche zusammen mit einem Rapport über das Ereignis an die Bundesbehörde gesandt.

Um Informationen bemüht

SRF äusserte sich letzten Freitagabend zum Vorkommnis: Der Pilot habe sich um Informationen bemüht, aber zu spät von der Sperre erfahren.

Der Helikopter, der für SRF im Einsatz stand, führte offenbar ein System mit, das vor Kollisionen warnt, und er näherte sich zu keiner Zeit einem anderen Helikopter. Ausserdem habe sich der Pilot an die Regelung gehalten, wonach eine Unfallstelle nicht näher als auf eine Distanz von 500 Metern angeflogen werden darf.

SDA

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