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Chinas Starregisseur und seine Kinderschar

Zhang Yimou verstösst gegen die umstrittene chinesische Familienregel. Seine sieben Kinder kommen ihn nun teuer zu stehen.

Steht zu seiner Familie: Regisseur Zhang Yimou. (Archivbild)
Steht zu seiner Familie: Regisseur Zhang Yimou. (Archivbild)
Keystone

Der chinesische Starregisseur Zhang Yimou hat zugegeben, gegen die in seinem Land vorgeschriebene Ein-Kind-Familie verstossen zu haben. Er habe mit seiner Frau Chen Ting drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter, erklärte der 62-Jährige in einem von seinem Büro heute veröffentlichten offenen Brief. Darin wies er zudem Gerüchte zurück, er habe mit mehreren Frauen insgesamt sieben Kinder.

Der offene Brief ist Zhangs erste Reaktion auf im Internet seit Mai kursierende Meldungen, er habe sieben Kinder aus zwei Ehen und Beziehungen mit zwei weiteren Frauen. Zhang erklärte, seine Frau und er seien bereit, sich in ihrer Heimatstadt Wuxi einer Untersuchung des Familienplanungskomitees zu stellen. Er und seine Frau entschuldigten sich auf ihrem verifizierten Microblog bei dem Twitter-ähnlichen Mitteilungsdienst Sina Weibo «bei der Öffentlichkeit für die negative Wirkung, die das geschaffen hat».

Auf dem Land sind zwei erlaubt

Das KP-Organ «Renmin Ribao» hatte im Mai berichtet, Zhang könnte eine Strafe von 160 Millionen Yuan (19 Millionen Euro) drohen. Ein Verstoss gegen die Ein-Familien-Regel wird mit einer Geldstrafe geahndet, die sich am Jahreseinkommen des Paares orientiert. Seit 1979 dürfen Paare in Städten nur noch ein Kind haben. Auf dem Land sind zwei Kinder erlaubt, wenn das erstgeborene ein Mädchen ist. Im vergangenen Monat kündigte die Kommunistische Partei an, Paaren zwei Kinder erlauben zu wollen, wenn ein Elternteil aus einer Ein-Kind-Familie stamme.

Zhang veröffentlichte zuletzt den im vergangenen Jahr auf den Berliner Filmfestspielen gezeigten Film «Flowers of War» mit Christopher Bale. Den ersten internationalen Erfolg hatte er 1987 mit «Rotes Kornfeld». 2008 führt er bei der Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Spiele in Peking Regie.

AP/chk/mrs

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