Chirurg wird für Gravur auf Organen verurteilt

Ein Jahr gemeinnützige Arbeit muss ein britischer Chirurg leisten, der bei Operationen seine Initialen in die Organe der Patienten eingraviert hatte.

Bei zwei Lebertransplantationen im Queen-Elizabeth-Spital in Birmingham hatte ein Chirurg seine Initialen auf den eingesetzten Organen hinterlassen. (Symbolbild)

Bei zwei Lebertransplantationen im Queen-Elizabeth-Spital in Birmingham hatte ein Chirurg seine Initialen auf den eingesetzten Organen hinterlassen. (Symbolbild) Bild: GAETAN BALLY/Keystone

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Ein britischer Chirurg, der bei Operationen seine Initialen in die Organe der Patienten eingraviert hatte, ist am Freitag zu einem Jahr gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Zudem wurde eine Geldstrafe von umgerechnet 13'160 Franken verhängt.

Das Gericht in Birmingham warf dem 53-jährigen Arzt «professionelle Arroganz» vor, die in «kriminelles Verhalten» gemündet sei. «Sie haben ihre Macht missbraucht und das Vertrauen ihrer Patienten verraten», sagte Richter Paul Farrer. Als strafmildernd führte er an, dass die beiden betreffenden Operationen lang und schwer und der Chirurg müde und gestresst gewesen sei: Das könnte sein «Urteilsvermögen beeinträchtigt haben.»

Der Arzt hatte bereits im Dezember gestanden, bei zwei Lebertransplantationen im Queen-Elizabeth-Spital in Birmingham seine Initialen auf den eingesetzten Organen hinterlassen zu haben. Mit einem sogenannten Argon-Laser hatte er die Buchstaben eingraviert. Laut britischen Medienberichten fiel die Gravur «SB» bei einem der beiden Opfer während einer Nachfolge-Operation auf. (sda)

Erstellt: 12.01.2018, 16:52 Uhr

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