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Christen in aller Welt feiern Weihnachten

Von Bethlehem bis Vatikan: Angehörige des Christentums finden zusammen – auch dort, wo sie als Minderheit leben.

Christen in aller Welt feiern das Weihnachtsfest. Im Heiligen Land zog am Dienstag die traditionelle Weihnachtsprozession von Jerusalem nach Bethlehem.

Papst Franziskus hat die Bedeutung der christlichen Weihnachtsbotschaft hervorgehoben. «Weihnachten erinnert uns, dass Gott fortfährt, jeden Menschen zu lieben, auch den schlimmsten», sagte der Papst bei der traditionellen Mitternachtsmesse.

An Weihnachten feiern Christen die Geburt des Religionsstifters Jesus Christus, in dem nach christlichem Glauben Gott Mensch wurde. «In Jesus hat sich Gott zum Kind gemacht, um sich von uns umarmen zu lassen», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Dienstagabend vor Tausenden Gläubigen im Petersdom in Rom.

Gottes Liebe zu den Menschen sei nicht an Bedingungen geknüpft. «Wie oft denken wir, dass Gott gut ist, wenn wir gut sind, und dass er uns straft, wenn wir böse sind. So ist es nicht», sagte Franziskus.

Zur Weltlage äusserte sich der Papst nicht. Am Mittwoch spendet Franziskus auf dem Petersplatz den päpstlichen Segen «Urbi et Orbi».

Sieben Auslandreisen

Für Franziskus, der in der vorigen Woche 83 Jahre alt wurde, ist es dieses Jahr die siebte Weihnachtsfeier als Oberhaupt der katholischen Kirche. Der frühere Erzbischof von Buenos Aires war im März 2013 als Nachfolger des zurückgetretenen Benedikt XVI. zum Pontifex gewählt worden.

In diesem Jahr unternahm Franziskus sieben Reisen ausserhalb Italiens, die letzte führte ihn Ende November nach Thailand und Japan.

Blick auf den Petersplatz im Vatikan, oben rechts am Fenster: Papst Franziskus. Bild: Andrew Medichini/AP
Blick auf den Petersplatz im Vatikan, oben rechts am Fenster: Papst Franziskus. Bild: Andrew Medichini/AP

Auf dem Petersplatz waren Anfang Dezember eine Krippe und ein grosser Weihnachtsbaum aufgestellt worden. Die zum grössten Teil aus Holz bestehende Krippe stammt aus der Alpenprovinz Trient. In ihr sind Überreste von Bäumen verarbeitet, die vor einem Jahr bei schweren Unwettern in Norditalien umgestürzt waren. Die Tanne stammt aus der Provinz Treviso im Nordosten Italiens.

Konvoi nach Bethlehem

Nach biblischer Überlieferung wurde Jesus in Bethlehem geboren. Jerusalem wiederum ist der Ort von Kreuzigung und Auferstehung.

Von Jerusalem fuhr ein Wagenkonvoi mit etwa 40 Fahrzeugen nach Bethlehem. Er wurde vom Leiter des katholischen Patriarchats im Heiligen Land, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, angeführt.

Auf dem Krippenplatz in Bethlehem im Westjordanland wurde die Prozession feierlich in Empfang genommen. Pizzaballa, ein italienischer Franziskaner, sollte später in Bethlehem auch die Mitternachtsmesse zelebrieren.

Ein Mädchen beobachtet die Weihnachtsfeier vor der Geburtskirche in Bethlehem. Nach christlichem Glaube wurde diese über Jesus Christus' Geburtsstätte errichtet. (24. Dezember 2019) Bild: Majdi Mohammed/AP
Ein Mädchen beobachtet die Weihnachtsfeier vor der Geburtskirche in Bethlehem. Nach christlichem Glaube wurde diese über Jesus Christus' Geburtsstätte errichtet. (24. Dezember 2019) Bild: Majdi Mohammed/AP

Zu den Feiern in Bethlehem kommen arabische Christen sowie Pilger. Auch in Nazareth im Norden Israels war am Dienstag eine Weihnachtsparade geplant. Im Dezember und Januar wird im Heiligen Land mit rund 165'000 christlichen Besuchern gerechnet, wie das israelische Tourismusministerium mitteilte.

Zur Mitternachtsmesse wird auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erwartet. Mehrere Dutzend palästinensische Christen aus dem blockierten Gazastreifen haben israelische Reisegenehmigungen nach Jerusalem und in das Westjordanland erhalten. Christen machen in Israel und den besetzten Palästinensergebieten nur rund zwei Prozent der Bevölkerung aus.

SDA/oli

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