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Das tödlichste Jahr für Flüchtlinge im Mittelmeer

Eine traurige Bilanz zieht das UN-Flüchtlingshilfswerk: Noch nie haben so viele Menschen ihr Leben in den Fluten verloren wie 2016.

sep
3800 Menschen 2016 verloren auf diesem Weg ihr Leben: Flüchtlinge während einer Hilfsaktion des Roten Kreuzes im Mittelmeer, durch die 434 Menschen gerettet werden konnten. (20. Oktober 2016).
3800 Menschen 2016 verloren auf diesem Weg ihr Leben: Flüchtlinge während einer Hilfsaktion des Roten Kreuzes im Mittelmeer, durch die 434 Menschen gerettet werden konnten. (20. Oktober 2016).
Yara Nardi, Keystone

Im Mittelmeer sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks 2016 so viele Flüchtlinge gestorben wie in keinem anderen Jahr zuvor. Die Zahl der Toten liege bei mindestens 3800, twitterte UNHCR-Sprecher William Spindler am Mittwoch.

Einer von etwa 47 stirbt

Am Dienstag hatte das UNHCR bereits gewarnt, 2016 werde die Zahl der toten Migranten im Mittelmeer die des vorherigen Jahres wahrscheinlich übersteigen. Für das gesamte Jahr 2015 hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk 3771 Todesopfer verzeichnet.

In diesem Jahr haben den Angaben zufolge 327'800 Migranten das Mittelmeer überquert. Rund die Hälfte tat dies über die zentrale Route, die von der libyschen Küste nach Italien führt. Auf dieser stirbt demnach etwa einer von 47 Menschen.

Die UN-Behörde verwies darauf, dass Schlepper ihre Taktik geändert hätten und nun Tausende Menschen auf einmal verschifften.

(SDA)

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