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Demonstrant klettert auf Petersdom in Rom

Ein italienischer Unternehmer ist aus Protest gegen Regierungsreformen auf den Petersdom in Rom geklettert. Dort will er nun ausharren – ohne Lebensmittel, Wasser oder Decken.

Will so lange ausharren, bis Vertreter der italienischen Führung einem Treffen mit ihm zustimmen: Marcello Di Finizio auf dem Petersdom. (21. Dezember 2014)
Will so lange ausharren, bis Vertreter der italienischen Führung einem Treffen mit ihm zustimmen: Marcello Di Finizio auf dem Petersdom. (21. Dezember 2014)
Tiziana Fabi, AFP

Marcello di Finizio sagte der Nachrichtenagentur AP per Telefon von der weltberühmten Kathedrale aus, er habe sich für den Platz über dem Haupteingang der Kirche entschieden, weil dieser besser zu sehen sei als die Kuppel. Diese hatte er bei vorangegangenen Protestaktionen bereits vier Mal erklommen.

Di Finizio kletterte am späten Sonntagnachmittag auf den Petersdom. Er verliere wegen der Reformen seine Geschäftsgrundlage, die auf einer Strandlizenz in der Stadt Triest beruht, sagte er. Hintergrund sind Neuregelungen der vorvergangenen Regierung, die zur Angleichung an EU-Normen festgelegt wurden und den Sektor für Strandlizenzen wettbewerbsfähiger machen sollen. Doch hätten heimische Politiker Vorschriften ignoriert, die es Leuten wie ihm ermöglicht hätten, ihr Geschäft zu behalten, sagte Di Finizio.

Schon zum fünften Mal

Er kündigte an, so lange auf dem schmalen Sims über der Loggia zu verharren, bis Vertreter der italienischen Führung einem Treffen mit ihm zustimmen. Der Demonstrant kauert direkt über der Loggia, in der Papst Franziskus diese Woche seinen Weihnachtssegen spenden wird.

Er habe da oben keine Lebensmittel, Wasser oder Decken, sagte Di Finizio weiter. Zudem habe er sich während der Kletteraktion seines Rucksacks entledigen müssen, in dem er ein Transparent verstaut habe. «Wenn jemand versucht, mich zu stoppen, wird das in einer Tragödie enden», warnte er. «Ich habe echt überhaupt kein Sicherheitsnetz, und wenn die versuchen mich anzufassen oder zu packen, werde ich fallen.» Schon zum fünften Mal hatte der Italiener Sicherheitsvorkehrungen im Vatikan umgangen, um vom Petersdom aus seinen öffentlichen Protest zu starten.

AP/thu

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