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Den Air-Asia-Suchtrupps läuft die Zeit davon

Die Einsatzkräfte konnten erst 30 der 162 Opfer des Flugzeugabsturzes bergen. Je länger der Einsatz dauert, desto schwieriger wird die Identifizierung.

Nach Angaben der Ermittler führte ein technischer Fehler und ein Fehlentscheid des Piloten zum Absturz: Das Wrack der Air-Asia-Maschine wird geborgen. (11. Januar 2015)
Nach Angaben der Ermittler führte ein technischer Fehler und ein Fehlentscheid des Piloten zum Absturz: Das Wrack der Air-Asia-Maschine wird geborgen. (11. Januar 2015)
Achmad Ibrahim, Keystone
Leichen von Opfern des Air-Asia-Absturzes werden auf einem indonesischen Marineschiff in einen Helikopter verladen. (25. Januar 2015)
Leichen von Opfern des Air-Asia-Absturzes werden auf einem indonesischen Marineschiff in einen Helikopter verladen. (25. Januar 2015)
Keystone
Am Flughafen Changi in Singapur, wo die vermisste Maschine hätte ankommen sollen, wurden separate Zonen für Angehörige eingerichtet. (28. Dezember 2014)
Am Flughafen Changi in Singapur, wo die vermisste Maschine hätte ankommen sollen, wurden separate Zonen für Angehörige eingerichtet. (28. Dezember 2014)
Keystone
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Die Suchtrupps haben knapp eine Woche nach dem Absturz des Air-Asia-Flugzeugs in der Java-See mehrere grosse Teile des Wracks entdeckt. Auch fanden sie die Leichen von 30 der 162 Insassen. Die Suche nach sterblichen Überresten steht unter grossem Zeitdruck.

In den warmen Gewässern um die Absturzstelle vor Borneo würden die Leichen sehr schnell verwesen, sagte Suyadi Supriyadi vom Rettungsteam der indonesischen Streitkräfte. Sobald die Leichen verwest seien, werde es sehr schwierig, sie zu identifizieren.

Die Rettungskräfte konnten offiziellen Angaben zufolge bislang 30 Leichen aus dem Meer bergen. Mindestens fünf der Toten seien noch in ihren Sitzen festgeschnallt gewesen, sagte ein Helfer.

Verstoss gegen Flugplan-Bestimmung

Starker Seegang verhinderte in den vergangenen Tagen den Einsatz von Tauchern bei der Suche. Der Passagierjet war am vergangenen Sonntag aus ungeklärter Ursache mit 162 Menschen an Bord ins Meer gestürzt.

Der Unglücksflug QZ8501 hätte gar nicht stattfinden dürfen. Die Billigfluggesellschaft darf die Route vom indonesischen Surabaya nach Singapur nach Angaben des Verkehrsministeriums in Jakarta nur an vier Tagen pro Woche fliegen - derzeit sind dies Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag. Wegen dieses Verstosses wurde Air Asia bis auf weiteres die Flugberechtigung für die Unglücksroute entzogen.

Grosse Wrackteile entdeckt

Am Freitagabend und Samstag entdeckten Suchmannschaften mehrere grosse Wrackteile des Airbus A320 in einer Tiefe von etwa 30 Metern. Einsatzchef Fransiskus Bambang Soelistyo sprach von vier grossen Teilen. Taucher sollten nun die Wrackteile untersuchen.

Die Suche konzentriert sich laut Soelistyo auch auf die Flugschreiber, die Aufschluss über die Absturzursache geben könnten. Diese konnten bislang aber nicht geortet werden. An den Such- und Bergungsarbeiten beteiligen sich auch 19 Flugzeuge und 30 Schiffe aus sieben Nationen.

Die Gründe für den Absturz sind noch weiter unklar. Der Kapitän der Maschine hatte im letzten Funkspruch um eine Kursänderung gebeten, weil er einen Sturm umfliegen wollte. Experten der indonesischen Regierung vermuten, dass Eis die Triebwerke beschädigte, als das Flugzeug in den Sturm geriet.

«Aufgrund der vorliegenden Daten war Wetter der Auslöser», hiess es in einer ersten Analyse der Wetterbehörde. «Am wahrscheinlichsten ist Vereisung.» Dies sei allerdings nur ihre Einschätzung aufgrund der vorliegenden Wetterdaten, keine endgültige Schlussfolgerung, betonten die Meteorologen.

sda/AP

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