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Der grosse Schnee steht vor der Tür

Morgen kommt es in tieferen Lagen zu einem Temperatursturz mit Schneefällen. Teile des Tessins sind bereits jetzt eingeschneit. Am Wochenende gibt es nur eine Möglichkeit, dem Nebel zu entfliehen.

Am Wochenende werden nur die Berge nebelfrei sein: Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne erhellen zwischen dunkeln Föhnwolken den Falknis und das Glegghorn über der Bündner Herrschaft. (26. November 2012)
Am Wochenende werden nur die Berge nebelfrei sein: Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne erhellen zwischen dunkeln Föhnwolken den Falknis und das Glegghorn über der Bündner Herrschaft. (26. November 2012)
Keystone

Nach ungewöhnlich milden Novembertagen gibt es morgen einen Wetterwechsel: Ein markantes Tief über dem Golf von Genua bringt kühle, feuchte Luft in den Alpenraum. In Zürich und Bern beispielsweise erreichen die Höchstwerte nur noch deutlich kältere 1 bis 2 Grad, in Basel sinkt das Thermometer auf 3 Grad. Dabei fällt sogar Schnee: Die Schneefallgrenze sinkt auf 500 bis 700 Meter, wie Sabine Scheidegger, Meteorologin bei Meteonews, weiss. Der Schnee sei jedoch nass und könne nur eine dünne Decke bilden.

Der Föhn sorgt jedoch schon für eine baldige Wetterbesserung. Bereits morgen Nachmittag und in der Nacht auf Freitag wird es trockener. Bei Temperaturen von –1 Grad am Morgen und 2 Grad am Nachmittag lässt der Schneeregen nach, und es bilden sich viele Wolken. Dem Nebel in tieferen Lagen kann gemäss der Meteorologin entgehen, wer in die Berge auf über 2500 Meter fährt. Dasselbe gilt auch für das Wochenende: «Wer die Sonne sehen will, muss in die Höhe auf über 1000 Meter gehen», so Scheidegger. Denn in tieferen Lagen bilde sich verbreitet Nebel.

Samstag ist erster Frosttag

Der Samstag ist zudem der erste Frosttag der Saison; die Temperaturen steigen nicht über 0 Grad Celsius. Am Sonntag wird es jedoch wieder feuchter und wechselhafter – «Wetter wie im April», sagt Scheidegger voraus: «Regen- wechseln sich mit Schneeschauern ab.»

Auch die neue Woche startet unstet: Noch lässt sich gemäss Scheidegger nicht prognostizieren, bis auf welche Höhe Schnee fallen wird. Klar sei aber: «Es geht wechselhaft-winterlich weiter.» Ob die Schneefälle anhalten und die Schweizer gar auf weisse Weihnachten hoffen dürfen, kann indes noch nicht gesagt werden.

Zurzeit macht vor allem dem Süden noch der Regen zu schaffen: SF Meteo mass im Tessin in den letzten 72 Stunden zwischen 70 bis 150 Millimeter Niederschlag. An der Spitze liegt das oberste Maggiatal mit 144 Millimetern, gefolgt von der Magadinoebene mit 123 Millimetern. Bis morgen muss nochmals mit 60 bis 100 Millimetern gerechnet werden, was zu Murgängen und Erdrutschen führen könnte. Im Simplonmassiv und in den Tessiner Bergen fielen zudem bereits in den letzten 24 Stunden bis 60 Zentimeter Neuschnee. Entsprechend herrscht dort grosse Lawinengefahr.

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