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Der heisseste Tag des Jahres

Nach einer tropischen Nacht hat der Montag der Schweiz den Sommerrekord 2011 beschert: In Sitten VS war es 36,8 Grad heiss. Passend zur Hitze kommt derzeit Staub aus der Sahara in die Schweiz.

Der Sommer ist endlich da: Hochbetrieb am Oberen Letten in Zürich, 21. August 2011.
Der Sommer ist endlich da: Hochbetrieb am Oberen Letten in Zürich, 21. August 2011.
Keystone
Glacé-Wetter: Zwei Frauen in Zürich geniessen das heisse Wetter. (21. August 2011)
Glacé-Wetter: Zwei Frauen in Zürich geniessen das heisse Wetter. (21. August 2011)
Keystone
Auch der Genfersee zeigt sich von seiner schönsten Seite.
Auch der Genfersee zeigt sich von seiner schönsten Seite.
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Seit gut 30 Jahren war es Ende August nicht mehr so heiss, wie SF Meteo am Montagnachmittag mitteilte. Nach dem dritten Hitzetag in Folge habe die Hitzewelle damit ihren Höhepunkt nun erreicht.

So richtig heiss war es aber nicht nur im Wallis: Auch in Bern, Basel und Chur stieg die Temperatur am Nachmittag auf über 35 Grad, wie MeteoNews mitteilte. In der Region Zürich lagen die Werte nur knapp darunter zwischen 34 und 35 Grad. Auch in der Höhe war der Montag mild - mit 22,8 Grad auf dem Pilatus, 20,5 Grad auf dem Säntis und 11,4 Grad auf der Jungfrau.

Von Sonntag auf Montag gab es an verschiedenen Orten eine Tropennacht mit Temperaturen von über 20 Grad. Am wärmsten war es in Basel und St. Gallen sowie in leicht erhöhten Lagen.

Laut SF Meteo zeigen die historischen Daten des Bundesamts für Meteorologie und Klima für Basel, dass das wohl heisseste je gemessene Sommerende auf die Zeit während des Zweiten Weltkriegs zurückgeht. Am 21. August 1943 wurden in Basel rekordhohe 38,7 Grad gemessen.

Himmel gelb statt blau

Die Hitzewelle dürfte noch bis Donnerstag dauern. Doch während die Temperaturen hochsommerlich bleiben, trägt der Himmel nicht mehr unbedingt zum Bilderbuchwetter bei. Statt stahlblau zeigt er sich laut SF Meteo in nächsten Tagen oft leicht gelblich-trüb. Grund dafür ist Luft aus Marokko und Algerien, die Staub aus der Sahara mitbringt.

Am besten zu sehen ist er dem Wetterdienst zufolge jeweils morgens und abends. Dann werde der Himmel stark gelb, und die Sonnenauf- und -untergänge erschienen intensiver, da die Sonne abgedunkelt werde. Das Phänomen dürfte noch bis Mitte Woche zu beobachten sein.

Oberhalb von etwa 3000 Metern wurden erhöhte Feinstaubwerte gemessen. Diese hätten jedoch in Bodennähe keine Auswirkung und seien damit für den Menschen unbedenklich, hiess es bei SF Meteo auf Anfrage der sda.

Zu viel Ozon in der Luft

Mit den hohen Temperaturen ist auch die Ozonbelastung gestiegen. Der Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde am Montagnachmittag beinahe an allen Messstationen der Schweiz überschritten, wie aus den Zahlen des Bundesamts für Umwelt hervorgeht.

Am höchsten war die Belastung um 16 Uhr in Lugano mit 159 Mikrogramm. Auch in Dübendorf ZH, Basel und auf der Lägern (Kantone Aargau und Zürich) wurden Ozonkonzentrationen über 150 Mikrogramm gemessen.

Sensible Personen können auf die hohe Ozonbelastung mit Beschwerden wie Augenbrennen oder Atemwegsproblemen reagieren. Meteo Schweiz rät Betroffenen, anstrengende körperliche Aktivitäten eher auf den Morgen oder den Abend zu verlegen.

SDA/pbe/bru

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