Zum Hauptinhalt springen

Der langwierige Kampf gegen Porno-Rächer

Opfer von Pornoattacken im Internet können sich kaum wehren: Firmen wie Google oder Facebook entfernen entsprechende Inhalte kaum.

Am Neujahrstag 2009 brach für Holly Jacobs eine Welt zusammen. Ein Freund rief die Studentin an und warnte sie: Ein Hacker habe sich in ihre Facebook-Seite eingeschlichen und das Porträtfoto gegen ein Nacktbild von ihr ausgewechselt. Zwar wusste sie, dass sie ihrem Ex-Freund auf dessen Wunsch Nacktaufnahmen geschickt hatte, glaubte aber, dass er die Fotos für sich behalten würde. Doch der Albtraum begann erst. Nach und nach tauchten Dutzende von Nacktaufnahmen im Internet auf. Auch ein intimes Video wurde publik.

Noch heute, fast fünf Jahre später, sind auf einschlägigen Pornoseiten Nacktfotos von Holly Jacobs zu finden. Denn die rechtliche Handhabe gegen diese Art von Internetattacken ist umstritten und unzureichend. Das Phänomen der Rache-Porno-Webseiten ist nicht auf die USA beschränkt. Doch wurden solche Attacken vorwiegend über amerikanische Social-Media-Betreiber wie Facebook und Google vorbereitet und mit der Hilfe von US-Pornoanbietern vorangetrieben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.