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Der slowakische Kannibale und die verschwundenen Italienerinnen

Der Slowake, der auch einen Schweizer verspeisen wollte, hat mehr als zwei Menschen umgebracht.

Nachdem die slowakische Polizei Mitte Mai den 43-jährigen Kannibalen Matej C. bei einem Schusswechsel erschossen hatte, fand sie in einem flachen Grab in einem Waldstück in der Nähe der Stadt Kysak Leichenteile von zwei Frauen. Dabei handelte es sich um zwei junge Slowakinnen. Inzwischen ist klar, dass es weitere Opfer des Kannibalen gibt. Gemäss den Ermittlungen der Polizei stammt mindestens eine Person, die von Matej C. umgebracht und verspeist wurde, aus Italien, wie der «Corriere della Sera» und andere italienische Medien berichten. Möglicherweise sei die Zahl der Opfer noch höher. Die Ermittlungen sind noch lange nicht abgeschlossen.

Im Zusammenhang mit dem slowakischen Kannibalen untersucht die italienische Polizei die Vermisstenfälle von rund 30 Italienerinnen im Alter von 25 bis 28 Jahren, die zwischen 2009 und 2011 spurlos verschwunden waren. Im E-Mail-Verkehr zwischen dem Kannibalen und einem Schweizer war von einer Frau italienischer Nationalität die Rede.

Schweizer wollte Kannibalen treffen

Beim Schweizer Staatsbürger handelt es sich um den Mann, der sich angeblich vom slowakischen Kannibalen verspeisen lassen wollte. Kurz bevor es zu dem Treffen kam, machte der Schweizer aber nach Polizeiangaben einen Rückzieher. Er verständigte die Polizei in der Schweiz, die wiederum die slowakischen Kollegen informierte. Zum vereinbarten Treffpunkt brachte der Kannibale Betäubungstabletten und eine Knochensäge mit. Dabei kam es zu einem Schusswechsel: Matej C. erlitt Schussverletzungen, denen er zwei Tage später erlag.

Wie meistens in solchen Fällen führte der Kannibale lange Zeit ein Doppelleben. Er hinterliess eine Frau und zwei kleine Kinder. Diesen sei er stets ein liebevoller Familienvater gewesen, sagten Nachbarn laut Medienberichten. Der Sportschütze habe allerdings so viel Zeit im Internet verbracht, dass er deshalb seine Arbeit verloren habe. Der Mann soll im Internet nach Personen gesucht haben, die Selbstmord begehen wollten und einverstanden wären, dass er ihr Fleisch esse.

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