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Der Spion in meinem Bett

Der Undercoverpolizist Jim Boyling hat eine linke Gruppierung unterwandert und als Spitzel zwei Kinder gezeugt.

Laura war 28, Jim 34, und was da 1999 in diesem Londoner Pub seinen Anfang nahm, war eine «glückselige, fast zu perfekte Liebe». Am Ende der neunjährigen Beziehung blieb eine verstörte, verletzte Frau zurück. Und zwei Kinder, von einem Mann, der eigentlich nicht existiert hat.

Der durchtrainierte Mann mit den kurz geschorenen Haaren, der sich Laura an jenem Abend als Jim Sutton vorstellt, heisst eigentlich James Andrew «Jim» Boyling. Er, der vorgibt, ein linker Aktivist zu sein, ist eigentlich ein Undercoveragent der Londoner Polizei. Laura heisst ebenfalls nicht Laura – so nennt die Zeitung «Guardian» die linke Aktivistin, als sie ihre Geschichte publik macht. Jahrelang hat sich die Londoner Polizei gewehrt, ihre Leute zu enttarnen – sie hat weder bestätigt noch dementiert, dass Jim Boyling einer ihrer Männer ist. Nun hat ein Gericht sie dazu gezwungen: Es hat Klagen mehrerer Frauen stattgegeben, die Gewissheit forderten.

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