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Der vergötterte Junge mit acht Gliedmassen

Ein indischer Junge mit acht Gliedmassen, der wegen seiner Deformation als Gott verehrt wurde, ist operiert worden. Sein Vater hofft nun auf ein normales Leben für seinen Sohn.

Erleichterung: Deepak Paswan zusammen mit seinem Vater.
Erleichterung: Deepak Paswan zusammen mit seinem Vater.
Keystone

«Mein Traum ist wahr geworden, wenn wir in unser Dorf heimkehren, werden wir feiern», sagte der Vater des siebenjährigen Deepak Paswan nach der Operation seines Sohnes. Die Gliedmassen wurden bei einem Eingriff Ende Mai in einem Krankenhaus der Stadt Bangalore entfernt, wie Viresh Paswan hinzufügte. Er habe die Operation immer gewollt, damit das Kind nicht als «religiöses Objekt» verehrt werde.

Der Vater des deformierten Jungen ist ein gut dreissigjähriger Bauarbeiter aus einer niederen Kaste. Nachdem zahlreiche hinduistische Pilger aus der Region im Bundesstaat Bihar kamen, um das Kind als Inkarnation der Gottheit Vishnu anzubeten, wandte sich die Familie schliesslich mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit, um eine Operation zu finanzieren.

«Er ist zu 100 Prozent fit»

Das Fortis-Krankenhaus in Bangalore teilte mit, 15 Ärzte hätten am Fall des kleinen Deepak gearbeitet. «Er ist zu 100 Prozent fit», sagte Chefchirurg Ramcharan Thiagrajan. «Wegen der vielen Hänseleien ist er sehr unruhig und nervös. Aber nach der erfolgreichen Operation und mit psychologischer Betreuung wird er ein normales Leben führen.»

Deepaks Fall erinnert an den der kleinen Lakshmi Tatma aus Bihar, die mit vier Armen und Beinen geboren und im Jahr 2007 operiert wurde. Auch sie war als Kind mit göttlichen Kräften verehrt worden.

AFP/jak

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