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Die Bäume werden in den USA zur Todesfalle

3,2 Millionen Haushalte sind in den USA nach einem schweren Schneesturm ohne Strom. Mehrere Staaten haben den Notstand ausgerufen. Mindestens zwölf Menschen kamen bisher ums Leben.

Totale Zerstörung: Der Sturm verwüstete den Central Park und knickte Bäume. (31. Oktober 2011)
Totale Zerstörung: Der Sturm verwüstete den Central Park und knickte Bäume. (31. Oktober 2011)
Keystone
Zugeschneite Proteste: Mitgleider der Occupy-Wall -Street-Bewegung im Zucotti Park in New York. (29. Oktober 2011)
Zugeschneite Proteste: Mitgleider der Occupy-Wall -Street-Bewegung im Zucotti Park in New York. (29. Oktober 2011)
Lucas Jackson, Reuters
Kein Durchkommen: Zwei Amerikaner versuchen Einkaufswagen durch die Schneemassen zu schieben. (29. Oktober 2011)
Kein Durchkommen: Zwei Amerikaner versuchen Einkaufswagen durch die Schneemassen zu schieben. (29. Oktober 2011)
Keystone
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South Windsor Halloween im Schnee: Ein frühzeitiger Wintereinbruch hat die Bewohner des Nordostens der USA überrascht. Mehr als drei Millionen Menschen waren am Montag ohne Strom, an einigen Stellen fielen mehr als 60 Zentimeter Schnee.

Mindestens 12 Menschen kamen nach Behördenangaben ums Leben, zumeist in Verkehrsunfällen auf spiegelglatten Strassen. In den Staaten Massachusetts, New Jersey, Connecticut und Teilen New Yorks wurde der Notstand ausgerufen.

Von Schneemengen überrascht

Noch nie war in einem Oktober an der Nordostküste so viel Schnee gefallen. Auf vielen Bahnstrecken und Strassen ging nichts mehr, viele Flüge in der Region fielen aus. In Dutzenden Flugzeugen sassen Passagiere bis zu neun Stunden auf der Rollbahn fest, weil einige Flughäfen geschlossen wurden und andere die zusätzlichen Maschinen aufnehmen mussten.

Die Meteorologen hatten für die Nacht zum Sonntag zwar Schnee angekündigt, der kurzzeitige Wintereinbruch hatte die Menschen aber doch überrascht. Zudem schneite es bereits Samstagmittag.

Aufwärmen bei der Feuerwehr

«Wir haben ein absolutes Bäumemassaker mit diesem schweren Schnee auf den Ästen», sagte ein Sprecher des Nationalen Wetterdienstes, Chris Vaccaro. Weil noch Blätter an den Bäumen hingen, blieb aussergewöhnlich viel Schnee hängen. Äste brachen unter dem Gewicht ab, rissen dabei Stromleitungen mit oder blockierten Strassen und Wege.

Viele Haushalte könnten noch tagelang ohne Strom bleiben. «Wir hoffen, in New York die grosse Mehrheit bis Montagabend wieder am Netz zu haben», hiess es vom Stromversorger ConEdison. Die meisten Haushalte in der Umgebung von New York sollten bis Mittwochabend versorgt werden.

Noch länger warten müssen die Menschen in Connecticut, wo mehr als 800'000 Haushalte ohne Strom sind. «Es könnte mehr als eine Woche dauern, bis alle Kunden wieder am Netz sind», hiess es von Connecticut Light & Power.

32 Notunterkünfte wurden in Connecticut geöffnet. Gouverneur Daniel Malloy forderte die freiwilligen Feuerwehren auf, ihre Wachen für die Betroffenen zu öffnen, damit diese sich aufwärmen und duschen könnten.

Halloween im Dunkeln

Am Montag schien wieder die Sonne über dem Nordosten der USA und der Verkehr normalisierte sich wieder. Die Behörden sorgten sich aber um die Kinder, die am Halloweenabend losziehen und in schauerlich-lustigen Kostümen Süssigkeiten ergattern wollen.

Die Stadt Worchester in Massachusetts verschob Halloween einfach: «Die Sicherheit kennt keine Feiertage», hiess es von der Stadt. Schneewehen und abgebrochene Äste könnten für die Jugendlichen gefährlich sein.

Halloween soll deshalb in Worchester erst am Donnerstag gefeiert werden - dann sei es nicht nur mit 16 Grad Celsius deutlich wärmer, sondern auch der Strom sollte wieder da sein, teilte die Stadt mit.

dapd/miw

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