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«Die DNA-Spuren an der Schiffsschraube waren von mir»

Ein 74-jähriger Unternehmer wird verdächtigt, im letzten Sommer auf dem Bielersee eine junge Frau mit seinem Boot überfahren und getötet zu haben. Er nimmt in den Medien Stellung.

Der 74-Jährige, der am 11. Juli 2010 auf dem Bielersee eine junge Frau überfahren und tödlich verletzt haben soll, spricht öffentlich über seinen Fall. Gegenüber dem «Sonntagsblick» beteuert der Unternehmer seine Unschuld.

«Die menschlichen DNA-Spuren, welche die Experten an der Schiffsschraube fanden, waren von mir und nicht von der Toten», wird der 74-Jährige im Blatt zitiert. Er habe die Schraube abgetastet, um die Delle zu finden, die von der Polizei festgestellt worden war. Im Dezember hatten verschiedene Medien berichtet, dass die Polizei am Boot des Verdächtigen DNA-Spuren gefunden hätten. Diese würden den Mann schwer belasten, schrieb «Le Matin» damals. Die Kantonspolizei Bern dementierte damals den Bericht und wies darauf hin, dass die wissenschaftlichen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien.

Dem «Sonntagsblick» liegt nach eigenen Angaben das Gutachten vor, das die Ermittler aus dem Seeland beim Forensischen Institut Zürich in Auftrag gegeben haben. Es konnte «keine Hinweise auf Fremdpartikel ab der Schiffsschraube, ab der Antriebswelle und ab der Kronenmutter» des Boots des Verdächtigen nachweisen, die vom Paddel der Getöteten oder von knochenähnlichen Materialien stammen könnten. Ob auch allfällige DNA-Spuren in dem Gutachten erwähnt sind, schreibt «Sonntagsblick» nicht. Doch das Blatt zitiert das Fazit der Forensiker: Das Boot kann ihrer Ansicht nach als Tatwaffe nicht ausgeschlossen werden. Zu diesem Schluss kamen die Wissenschaftler offenbar aufgrund eines Vergleichs des Zustands des Boots mit jenem des Unfallboots in einem ähnlichen Fall 1993 auf dem Zürichsee, sie wandten also ein Analogieverfahren an.

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