Zum Hauptinhalt springen

«Die Frau hat freiwillig mitgemacht»

Zwei Mazedonier sind in St. Gallen wegen sexueller Nötigung und mehrfacher Vergewaltigung zu Freiheitsstrafen von fünf und vier Jahren verurteilt worden. Zwei Mitangeklagte wurden freigesprochen.

Die vier verheirateten Männer im Alter zwischen 28 und 35 Jahren hatten im Mai 2007 einer 39-jährigen Frau anerboten, sie beim Casino in Konstanz D im Auto mitzunehmen und in die Schweiz nach Hause zu fahren.

Auf der Fahrt wurde sie von zwei der vier Männer mehrfach missbraucht. Die Gerichtsverhandlung fand am Donnerstag vergangener Woche statt. Am Freitag hat das Kreisgericht St. Gallen nun die Urteile gegen die vier Angeschuldigten bekannt gegeben.

Haupttäter werden wohl ausgewiesen

Die Hauptangeklagten wurden vom Vorwurf der Freiheitsberaubung und der Entführung freigesprochen. Hingegen erhielten sie wegen mehrfacher sexueller Nötigung und mehrfacher Vergewaltigung Freiheitsstrafen von vier und fünf Jahren. Der eine muss zudem eine 2005 bedingt ausgesprochene Strafe von zwei Monaten verbüssen.

Bei den beiden Verurteilten handelt es sich um einen 31- und einen 30-jährigen Mazedonier. Nach der Verbüssung der Freiheitsstrafe müssen sie mit der Ausweisung aus der Schweiz rechnen. Die zwei Mitangeklagten erhielten Freisprüche. Sie waren mit im Auto anwesend, hatten sich aber nicht an der Vergewaltigung beteiligt.

Im Auto mehrfach brutal vergewaltigt

Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden Haupttäter Freiheitsstrafen von neun Jahren gefordert. Für die beiden anderen Männer verlangte sie wegen Gehilfenschaft eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Die Verteidiger hatten an der Gerichtsverhandlung Freisprüche beantragt.

Alle Angeklagten bestritten die Tat. Die Frau habe freiwillig mitgemacht, betonten sie. Die Vergewaltigung geschah im Mai 2007. Die damals 39-jährige Frau lernte im Casino Konstanz einen der vier Männer kennen. Er bot an, sie nach Hause zu fahren.

Laut Anklageschrift zögerte sie, als sie drei weitere Männer im Auto sah, stieg dann aber trotzdem ein. Auf der Fahrt Richtung St. Gallen wurde sie im Auto und auf Parkplätzen mehrmals brutal vergewaltigt. Schliesslich liessen die Männer ihr Opfer in Wittenbach frei, wo sie von Anwohnern verstört und weinend und ohne Schuhe an den Füssen aufgefunden wurde.

SDA/pbe

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch