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«Die Jungen haben sich noch besser gehalten als wir Alten»

Der chilenische Bergmann Victor Segovia, der als «Schriftsteller» unter den verschütteten 33 Bergleuten bekannt wurde, hat in einer deutschen Zeitschrift die Verzweiflung der Männer unter Tage geschildert.

Der Showman unter den Bergleuten will an das grosse Geld: Mario Sepúlveda nach seiner Rettung.
Der Showman unter den Bergleuten will an das grosse Geld: Mario Sepúlveda nach seiner Rettung.
Keystone
Schlusspunkt unter wochenlange Strapazen: Luis Urzúa war als letzter Kumpel zurück an der Erdoberfläche.
Schlusspunkt unter wochenlange Strapazen: Luis Urzúa war als letzter Kumpel zurück an der Erdoberfläche.
Reuters
Unbändige Freude: Verwandte von Luis Urzúa jubelten.
Unbändige Freude: Verwandte von Luis Urzúa jubelten.
Reuters
Feiern mit Champanger: Die Menschen in Copiapo waren ausser sich.
Feiern mit Champanger: Die Menschen in Copiapo waren ausser sich.
Reuters
Komplizierte Bergung: Die Rettungskräfte passten die Rettungskapsel in den Schacht ein.
Komplizierte Bergung: Die Rettungskräfte passten die Rettungskapsel in den Schacht ein.
Keystone
Rettung mit Nationalstolz: Chile-Flaggen waren allgegenwärtig.
Rettung mit Nationalstolz: Chile-Flaggen waren allgegenwärtig.
Keystone
Nächtliche Präzisionsarbeit: Bei der Konstruktion der Rettungsvorrichtung kam es auf Millimeter an.
Nächtliche Präzisionsarbeit: Bei der Konstruktion der Rettungsvorrichtung kam es auf Millimeter an.
Keystone
Gebanntes Warten: Das Rettungsteam, nachdem es die Kapsel zum ersten Mal in den Untergrund geschickt hat.
Gebanntes Warten: Das Rettungsteam, nachdem es die Kapsel zum ersten Mal in den Untergrund geschickt hat.
Keystone
Beten für die Rettung: Chilene vor der Grossleinwand in Copiapo.
Beten für die Rettung: Chilene vor der Grossleinwand in Copiapo.
Keystone
Durchbruch: Die Rettungskapsel erreichte die Kumpel.
Durchbruch: Die Rettungskapsel erreichte die Kumpel.
Keystone
Zum ersten Mal seit 69 Tagen unter freiem Himmel: Florencio Avalos.
Zum ersten Mal seit 69 Tagen unter freiem Himmel: Florencio Avalos.
Keystone
Herzliche Umarmung: Chiles Präsident Sebastián Piñera begrüsste den ersten Geborgenen, Florencio Avalos.
Herzliche Umarmung: Chiles Präsident Sebastián Piñera begrüsste den ersten Geborgenen, Florencio Avalos.
Keystone
Wiedervereinigung: Avalos schloss seine Familie in die Arme, beobachtet von Piñera.
Wiedervereinigung: Avalos schloss seine Familie in die Arme, beobachtet von Piñera.
Keystone
Besser als ein Fussballspiel: Die Bevölkerung bejubelte die Rettung, die auf einer Grossleinwand übertragen wird.
Besser als ein Fussballspiel: Die Bevölkerung bejubelte die Rettung, die auf einer Grossleinwand übertragen wird.
Keystone
Freudentränen: Alfonso Avalos (rechts), der Vater von Florencio Avalos, umarmt einen Verwandten.
Freudentränen: Alfonso Avalos (rechts), der Vater von Florencio Avalos, umarmt einen Verwandten.
Keystone
Emotionaler Augenblick: Einwohner von Copiapo, kurz nachdem der erste Kumpel gerettet worden war.
Emotionaler Augenblick: Einwohner von Copiapo, kurz nachdem der erste Kumpel gerettet worden war.
Keystone
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«Immer wieder hat irgend einer geweint. Auch ich», berichtete Segovia im deutschen Magazin «Stern». Weiter erzählte der 48-Jährige: «Die Jungen haben sich noch besser gehalten als wir Alten. Vielleicht auch, weil wir ja besser wussten, was uns drohen könnte.» In den ersten Minuten nach dem Einsturz ihrer Grube habe keiner ein Wort gesagt. «Die Jungen, weil sie ja gar nicht wussten, was ihnen drohte. Und wir Älteren, weil wir niemandem Angst machen wollten», sagte Segovia.

Erst nach zwei Tagen machten sich die Männer schliesslich auf, um die Mine zu erkunden und einen Ausgang zu suchen. «Es war aussichtslos. Irgendwann stand man wieder vor einer Wand aus Fels», erzählte Segovia. In der Gruppe habe sich dann schnell eine Hierarchie gebildet. Schichtleiter Luiz Urzua habe allerdings die meiste Zeit geschwiegen. Die Chefrolle habe der 40-jährige Mario Sepulveda übernommen. «Wir alle waren froh, dass da überhaupt jemand die Initiative übernommen hat», sagte Segovia.

Er selbst habe ziemlich früh angefangen, sein Tagebuch zu führen, erzählte Segovia. Hoffnung auf eine Rettung habe er dabei wenig gehabt. «Ich habe fest daran geglaubt, dass ich sterben werde. Und ich habe mir gewünscht, dass es einfach so im Schlaf passiert», zitiert der «Stern». An Segovias Tagebuch über die 69-tägige Gefangenschaft sind laut dem Bericht gleich mehrere Verlage interessiert.

(SDA)

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