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Die neuen Leiden des jungen Justin B.

Grosser Rummel um den enthemmten Popstar: In Atlanta wollen Bürger seinen Einzug in ein Nobelviertel verhindern, zugleich ermitteln auch die US-Behörden gegen Justin «The Biebs» Bieber.

Der kanadischen Popstar ist in vielen Teilen Amerikas unerwünscht, so wollen...
Der kanadischen Popstar ist in vielen Teilen Amerikas unerwünscht, so wollen...
Keystone
...die Einwohner von Buckhead nicht, dass Bieber in ihre Nachbarschaft zieht...
...die Einwohner von Buckhead nicht, dass Bieber in ihre Nachbarschaft zieht...
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epa04050208 The plane reportedly used by Canadian singer Justin Bieber is seen at Teterboro Airport in Teterboro, New Jersey, USA, 31 January 2014. The plane was searched by law enforcement officers upon arrival at the airport.  EPA/SHAWN THEW
epa04050208 The plane reportedly used by Canadian singer Justin Bieber is seen at Teterboro Airport in Teterboro, New Jersey, USA, 31 January 2014. The plane was searched by law enforcement officers upon arrival at the airport. EPA/SHAWN THEW
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Der Dauer-Aufruhr um den kanadischen Popster Justin Bieber reisst nicht ab: Der mit einem Arbeitsvisum in den USA lebende Sänger und Schwarm aller Girls zwischen 13 und 18 scheint derzeit so polarisierend wie einst Richard Nixon, dem empörte Nachbarn nach seinem Watergate-Rücktritt den Einzug in ein New Yorker Apartmentgebäude verwehren wollten: Kaum war durchgesickert, dass Bieber, der im Zuge seiner Mannwerdung von einem Skandal zum nächsten eilt, vielleicht in das schicke Viertel Buckhead in der Südstaatenmetropole Atlanta ziehen werde, machten die Bürger Buckheads mobil gegen den unerbetenen Zuzüger.

Am Montagmorgen organisierten die Bieber-Feinde in aller Herrgottsfrühe einen Protest vor Biebers möglichem Domizil, einer schicken Villa zum Kaufpreis von rund elf Millionen Dollar. Organisiert hatte den Aufmarsch der Rentner Harold White mit Hilfe einer eigens eingerichteten Facebook-Seite. «Wir sind besorgt, dass er die falschen Leute in unser ruhiges Viertel bringt», begründete der Pensionär seine Anti-Bieber-Aktivität. Tatsächlich ist alle nachbarschaftliche Ruhe dahin, wenn der rüpelhafte Sänger samt Entourage etwa rasante Strassenrennen mit Lamborghinis veranstaltet oder wie Anfang Januar in Los Angeles das Haus eines Nachbarn mit rohen Eiern bewirft.

Marihuana im Flugzeug

Stetig geht es mit dem einstigen Liebling aller Mütter bergab, seit er sich mit Rappern umgibt und kräftig dem Alkohol, Marihuana und «Sizzurp» frönt – einem potenten, weil mit Codeinsyrup und Promethazin versetzten Fruchtgetränk. War Bieber schon in Toronto verhaftet worden, nachdem er im Dezember einen Chauffeur verprügelt hatte, so droht alsbald ein neuer Rechtsstreit in Miami: Dort war der Popstar im Januar wegen zu viel Alkohol, Fahrens ohne gültigen Führerschein sowie Widerstand gegen seine Festnahme polizeilich aufgefallen.

Zuvor hatte der enthemmte Teen für Schagzeilen gesorgt, als er und sein Gefolge, darunter Vater Bieber, in einem gemieteten Gulfstream-Jet auf dem Weg von Kanada zur Football-Superbowl in New Jersey soviel Marihuana inhalierten, dass die Piloten während des Fluges Sauerstoffmasken tragen mussten. Ausserdem misshandelte die Bieber-Crew die Flugbegleiterin derart, dass sie sich ins Cockpit flüchtete. Dass die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA in der Sache weiterhin ermittelt, dürfte Bieber ebenso schaden wie die Vorgänge in Miami und Los Angeles: US-Behörden könnten dem ausser Kontrolle geratenen Star kurzerhand die Aufenthaltsgenehmigung entziehen und ihn nach Kanada ausschaffen.

«Hass mit Liebe beantworten»

In Atlanta wollen die Bewohner Buckheads jedenfalls keine Risiken eingehen. Ein Einzug Biebers bedeute «nur Schlechtes für unsere Kinder und unsere Gemeinschaft», heisst es auf der Facebook-Seite der Bieber-Widersacher. Andererseits sagt Sam Massell, der Vorsitzende der Nachbarschaftsvereinigung in Buckhead, dass die Bürger zwar «das Recht zu einem Protest» hätten, Bieber allerdings das Recht zustehe, «eine Immobilie zu kaufen».

Und Justin Bieber? Ihn macht die Feindseligkeit in Atlanta, wo Demonstranten auf Plakaten verlangten, Buckhead müsse «bieberfrei» bleiben, offenbar traurig. «Für einige Leute bin ich anscheinend eine leichte Zielscheibe», twitterte er. Aber er sei «noch immer ein Mensch» und werde «Hass mit Liebe beantworten».

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