Zum Hauptinhalt springen

Kansas-Schütze drehte nach Streit mit Frau durch

Im US-Bundesstaat Kansas hat ein Mann drei Mitarbeiter auf dem Gelände seines Arbeitgebers getötet. Der Täter war laut der Polizei vorbestraft.

Mindestens 20 Verletzte: Entkommene Mitarbeiter versuchen ihre Angehörigen zu erreichen. (25. Februar 2016) Screenshot: Fox News
Mindestens 20 Verletzte: Entkommene Mitarbeiter versuchen ihre Angehörigen zu erreichen. (25. Februar 2016) Screenshot: Fox News

Ein Arbeiter einer Firma hat in Hesston (Kansas) um sich geschossen. Dabei sind drei Menschen getötet und 14 weitere Menschen verletzt worden. Davon befinden sich zehn Personen in einem kritischen Zustand. Der Täter sei von einem einzelnen Polizisten, der als erster am Tatort eintraf gestellt und erschossen worden, sagte Sheriff T. Walton. «Ich halte ihn für einen Helden, er hat ein Menge Menschenleben gerettet.»

Die Polizei kenne das Motiv, berichtete der örtliche Fernsehsender KWTV am Freitagmorgen (Ortszeit) unter Berufung auf ein Gespräch mit dem zuständigen Sheriff. Demnach war dem Schützen nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit seiner Partnerin am Donnerstagnachmittag verboten worden, sich ihr weiter zu nähern. Daraufhin rastete er offenbar aus: Anderthalb Stunden später, um 17.00 Uhr Ortszeit, startete er mit einem Automatikgewehr und einer halbautomatischen Pistole seinen Amoklauf.

Watch the latest video at video.foxnews.com

Mit Auto, Pistole und Sturmgewehr

Zum Zeitpunkt der Schiesserei hielten sich wohl rund 150 Menschen auf dem Gelände der Firma Excel Industries in Hesston auf, wie Walton sagte. Die Schüsse seien auf zwei Strassen in der Nähe des Betriebs, auf dem Firmenparkplatz und im Gebäude selbst gefallen. Den Angaben zufolge bewegte sich der Schütze mit einem Fahrzeug zwischen den verschiedenen Orten, ehe er in die Firma kam. Dort seien alle Opfer umgekommen, sagte Walton. Demnach war der Schütze mit einer Pistole und einem Sturmgewehr bewaffnet.

Martin Espinoza, ein Excel-Mitarbeiter, war zum Zeitpunkt derSchüsse in der Firma. Er habe gehört, wie Leute anderen zugebrüllt hätten, das Gebäude zu verlassen. Dann habe er Knallgeräusche vernommen und den Schützen gesehen. Espinoza beschrieb ihn als einen Mitarbeiter, der normalerweise ziemlich ruhig sei.

Magazin war leer

Der Schütze habe ihn angesehen, eine Waffe auf ihn gerichtet und abgedrückt, sagte Espinoza der Nachrichtenagentur AP. Doch das Magazin war demnach leer. Daraufhin habe der Angreifer eine andere Pistole genommen, doch sei er weggerannt, schilderte Espinoza. Örtlichen Medienberichten zufolge hatte der Schütze vor der Tat ein Foto von sich mit einem Gewehr bei Facebook gepostet. Laut der Polizei schoss er bereits vor dem Betreten der Firma auf zwei Menschen.

Den Behörden bekannt

Auf Bildern des Senders KSN-TV waren zahlreiche Polizisten an dem Firmengelände zu sehen. Mindestens ein Mensch wurde in einen Krankenwagen gehoben. Ein nahe gelegenes College wurde kurzzeitig abgeriegelt.

Hesston ist eine Gemeinde mit rund 3700 Einwohnern, die sich rund 56 Kilometer nördlich von Wichita befindet, der grössten Stadt in Kansas. Im Jahr 2013 war Excel Industries vom Handelsministerium des Staates ein Preis als bester Exporteur des Jahres verliehen worden. Die Firma stellt Rasenmäher-Ausrüstung her. Im Jahr 1960 wurde sie in Hesston gegründet.

Medienberichten zufolge war der Täter erst kürzlich aus Miami im Bundesstaat Florida in die Region gezogen. Er soll demnach über ein längeres Vorstrafenregister verfügen, unter anderem wegen Landstreicherei, mehrfachen Einbruchs sowie illegalen Waffenbesitzes. Sheriff Walton sagte dem KWTV-Reporter, der 38-Jährige habe zuvor in seinem Gefängnis gesessen. Den Grund dafür nannte er zunächst nicht.

Erst vergangene Woche hatte ein Mann an mehreren Orten in Kalamazoo in Michigan das Feuer eröffnet und dabei wahllos sechs Menschen getötet sowie zwei weitere verletzt.

ap/afp/chk/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch