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War der Amokschütze in der Neonazi-Szene?

Ein Mann hat auf einem Konzert im Vorarlberger Nenzing um sich geschossen. Drei Menschen sind tot, elf verletzt, darunter auch eine 49-jährige Schweizerin.

Ein Beziehungsstreit hat in den frühen Sonntagsstunden bei einem Konzert in Nenzing in Vorarlberg in einem Amoklauf geendet. (22. Mai 2016)
Ein Beziehungsstreit hat in den frühen Sonntagsstunden bei einem Konzert in Nenzing in Vorarlberg in einem Amoklauf geendet. (22. Mai 2016)
Ronald Vlach, AFP
Zwei Männer im Alter von 33 und 48 Jahren starben, elf Personen wurden verletzt. (22. Mai 2016)
Zwei Männer im Alter von 33 und 48 Jahren starben, elf Personen wurden verletzt. (22. Mai 2016)
Ronald Vlach, AFP
Der gross angelegte Feuerwehreinsatz nach dem Amoklauf in den frühen Morgenstunden. (22. Mai 2016)
Der gross angelegte Feuerwehreinsatz nach dem Amoklauf in den frühen Morgenstunden. (22. Mai 2016)
«Vorarlberg Online»
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Ein 27-jähriger Mann hat bei einem Konzert in Österreich zwei Menschen erschossen und elf weitere verletzt. Danach tötete er sich selbst. Der Mann hatte sich in der Nacht in Nenzing in Vorarlberg mit seiner Freundin gestritten. Nach dem Streit holte er gegen drei Uhr die Waffe aus seinem Auto und schoss wahllos auf die rund 150 Besucher des Konzerts, das von einem Motorradclub veranstaltet wurde. Die Freundin blieb unverletzt.

Beim Täter soll es sich um den Einheimischen Gregor S. handeln. Dieser sei in der Vergangenheit wegen Verbindungen zur rechtsextremen Szene in Vorarlberg aufgefallen, berichtet Vol.at.

Opfer stammen mehrheitlich aus Vorarlberg

Unter den Verletzten befindet sich auch eine Schweizerin. Dabei soll es sich um eine 49-jährige Frau handeln. Auch ein 44-Jähriger Liechtensteiner soll Schussverletzungen erlitten haben.

Bei den zwei Toten handelt es sich um zwei einheimische Männer im Alter von 33 und 48 Jahren. Eine der elf verletzten Personen im Alter zwischen 25 und 53 Jahren kämpfte am Sonntag noch um ihr Leben, zwei weitere waren bereits wieder aus dem Spital entlassen worden. Die Verletzten stammten zum Grossteil aus Vorarlberg.

«Die Menschen sind in Panik in den Wald geflohen»

Die Schüsse auf dem Konzertgelände sind nach Informationen von Bürgermeister Florian Kasseroler aus dem Hinterhalt gefallen. «Die Menschen sind in Panik in den Wald geflohen», sagte Kasseroler am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Zum Zeitpunkt der Tat sei das Gelände nur schwach von einigen Scheinwerfern und Lagerfeuern erhellt gewesen.

Anwohner gingen zunächst von einem Feuerwerk aus, berichetete der Bürgermeister des Ortes mit 6300 Einwohnern. «Es sind wohl 30 bis 40 Schüsse gefallen, aber genau weiss ich das nicht», sagte er. Angesichts der Zahl der abgegebenen Schüsse gehe er von einer zumindest halbautomatischen Waffe aus.

Nach einem Streit schoss ein 27-Jähriger in Nenzing um sich. (Quelle: Youtube / VOL.AT)

Der Täter benutzte nach Angaben der Polizei eine «Langwaffe». Österreichische Medien schreiben er habe mit einer Kalaschnikow um sich geschossen.

Wie viele Schüsse er abgegeben hat, werde derzeit noch ermittelt. «Der genaue Hergang ist noch unklar», sagte eine Polizeisprecherin. Über den Zustand der Verletzten hatten die Behörden noch keinen Überblick. «Die Schwere der Verletzungen ist sehr unterschiedlich», sagte die Sprecherin. Die Opfer seien in umliegende Spitälergebracht worden.

Konzertbesucher in Panik

Der Täter war nach den Schüssen zu dem benachbarten Parkplatz zurückgegangen und erschoss sich dort. Er stammt nach Polizeiangaben aus der Region. Ob er polizeibekannt war und einen Waffenschein besass, ist unklar. Die Behörden veröffentlichten zunächst keine weiteren Details.

Auf dem Gelände spielten sich nach dem Amoklauf dramatische Szenen ab. Wie «Vorarlberg Online» berichtete, flüchteten mehrere Konzertbesucher in die umliegenden Wälder und auf die Autobahn. Die Polizei suchte das Gelände ab, zeitweise wurden Autobahnabschnitte und Waldwege gesperrt. Zahlreiche Rettungs- und Notarztwagen waren im Einsatz. Kriseninterventionsteams betreuten Konzertbesucher, die unter Schock standen.

SDA/jros

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