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Durch die Stadt Zürich in einem fast vergessenen Tunnel

Wegen Bauarbeiten wird das SZU-Gleis zwischen HB und Selnau gesperrt. Zum ersten Mal fahren deshalb Personenzüge auf einer verborgenen Zugstrecke.

«Die Strecke wurde bisher nicht kommerziell genutzt.» Lokführer Damian Keller über die Faszination «Wiediker Gleis». (<i>Video: Conradin Knabenhans</i>)

Conradin Knabenhans@conradion

Nein, der rote Zug der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU) hat sich nicht verfahren. Am Bahnhof Wiedikon, wo sonst nur die weiss-blauen S-Bahn-Züge der SBB rollen, gehört der eisenbahntechnische Farbtupfer in den kommenden Wochen zum Alltag.

Weil die Heimstrecke der SZU vom Hauptbahnhof Zürich nach Selnau wegen Bauarbeiten gesperrt wird, fahren gewisse Züge der S4 aus dem Sihltal nach Wiedikon. Dabei handelt es sich nicht einfach um irgendeine Umleitung. Die Strecke ist ein Unikum, das Eisenbahnerherzen höherschlagen lässt. Die knapp einen Kilometer lange Strecke vom SZU-Bahnhof Giesshübel nach Wiedikon besteht zwar seit 1892, doch noch nie seit ihrer Eröffnung haben fahrplanmässige Personenzüge der Sihltalbahn die Strecke genutzt. Eigentlich ist der Gleisabschnitt, der seit 1927 auch durch den 520 Meter langen Manessetunnel führt, Güterzügen vorbehalten.

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